Die Meldung kennt jeder, der ein Haus außerhalb einer Landeshauptstadt besitzt: Adresse eingetippt, und der Rechner antwortet mit „Für diese Adresse liegen uns leider keine Daten vor“, oder der Ort steht gar nicht in der Vorschlagsliste. Für eine Wohnung in Wien oder München kommt binnen Sekunden eine Zahl; für ein Haus im Waldviertel, im Lungau oder in der Uckermark kommt ein Rückrufformular. Dieser Beitrag erklärt, warum die Meldung mit dem Geschäftsmodell der Rechner zusammenhängt und nicht mit Ihrer Immobilie, wo die amtlichen Zahlen für Ihr Dorf stehen und wie Sie daraus eine Spanne herleiten. Welche Ämter die Preise erheben, zeigt der Überblick über Immobilienpreisspiegel, Häuserpreisindex und BORIS; die Grundlagen erklärt der Leitfaden Was ist mein Haus wert.
„Keine Daten für meine Adresse“: was der Rechner damit wirklich sagt
Ein Portal-Rechner hat kein Register, er hat eine Inseratsdatenbank. Sein Modell sucht im Umkreis Ihrer Adresse nach Angeboten ähnlicher Objekte und leitet daraus einen Quadratmeterpreis ab. In einer Stadt mit tausend aktiven Inseraten funktioniert das; in einer Gemeinde mit drei Angeboten im Jahr findet das Modell nichts zum Rechnen. Dann bleiben zwei Möglichkeiten: Der Rechner verweigert die Auskunft, oder er nennt eine Spanne vom halben bis zum doppelten Wert. Die Meldung „keine Daten“ bedeutet also „keine Inserate in unserer Datenbank“, nicht „für dieses Haus existiert kein Wert“.
Die zweite Gruppe, die Rechner auf Maklerseiten und Vermittlungsportalen, hat ein anderes Ziel: Sie sammeln Telefonnummern für Maklerbüros, die für den Kontakt bezahlen. Diese Büros kaufen Kontakte dort, wo sie Objekte verkaufen können, also in Städten und ihren Speckgürteln. Für ein Dorf ohne zuständiges Büro läuft die Anfrage ins Leere oder landet bei einem Büro, das die Gegend nicht kennt. Wie treffsicher solche Rechner überhaupt sind, zeigt der Vergleich der Online-Immobilienbewertungen und ihrer Genauigkeit.
Warum Portale vor allem Großstädte und einzelne Wohnungen bewerten
Zwei Gründe, ein wirtschaftlicher und ein statistischer. Wirtschaftlich: Werbung, Premium-Inserate und Maklerkontakte bringen Geld, wo viel gehandelt wird, und das sind die Ballungsräume. Statistisch: Eigentumswohnungen gleichen einander. Im selben Haus liegen zwanzig Wohnungen mit ähnlichem Grundriss und Zustand, und jeder Verkauf darin ist ein brauchbarer Vergleich für die Nachbarwohnung. Ein Einfamilienhaus im Dorf hat dagegen sein eigenes Grundstück, seine eigene Bauweise, oft Scheune oder Werkstatt, und das nächste verkaufte Haus steht zwei Kilometer weiter und ist dreißig Jahre älter. Für ein Modell, das aus Ähnlichkeit lernt, ist das der schwierigste Fall, und viele Anbieter lassen ihn weg.
Dass ländliche Märkte eigenen Regeln folgen, zeigt die amtliche Statistik selbst. Das Statistische Bundesamt gliedert seinen Häuserpreisindex nach Kreistypen: Im 2. Quartal 2026 verbilligten sich Eigentumswohnungen in den sieben Metropolen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 0,6 Prozent; Ein- und Zweifamilienhäuser lagen in diesen ländlichen Kreisen 0,4 Prozent unter dem Vorjahr, aber 1,9 Prozent über dem Vorquartal4. Ein Modell, das mit Stadtdaten gefüttert wurde und deren Bewegung auf ein Dorf überträgt, rechnet mit dem falschen Markt.
„Ort wird nicht gefunden“: Gemeinde, Ortschaft und Hausnummer ohne Straße
Manchmal scheitert es schon vor der Bewertung: Die Adresssuche kennt den Ort nicht. In Österreich liegt das selten an der Adresse selbst. Das Vermessungsgesetz bestimmt in § 9a, dass das Adressregister alle geocodierten Adressen von Grundstücken und Gebäuden enthält, die die örtlich zuständige Gemeinde vergeben hat; zu jeder Adresse gehören Gemeinde, Ortschaft, die angrenzende Straße, „wenn vorhanden“, die Orientierungsnummer, also Hausnummer oder Konskriptionsnummer, die Katastralgemeinde mit Grundstücksnummer, eine Koordinate, Postleitzahl, Vulgo- und Hofnamen und ein Adresscode6. Das Gesetz rechnet also selbst damit, dass eine Adresse keine Straße hat, und verknüpft jede Adresse mit ihrem Grundstück6.
Das Problem entsteht beim Übergang in die Suchfelder kommerzieller Anbieter, die oft nur Straße, Hausnummer und Ort kennen. Drei typische Fälle:
- Die Ortschaft heißt anders als die Gemeinde. Das Haus steht in „Oberdorf 12“, die Gemeinde trägt einen anderen Namen, die Postleitzahl gehört zur Nachbarstadt. Geben Sie Postleitzahl und Ortschaftsnamen ein, nicht den Gemeindenamen, in der Schreibweise eines Behördenbriefs.
- Konskriptionsnummer ohne Straßennamen. In vielen Dörfern dient der Ortschaftsname als Straße. Suchfelder, die zwingend eine „Straße“ verlangen, kommen damit nicht zurecht; tragen Sie die Ortschaft in das Straßenfeld ein.
- Neue Adresse. Eine erst kürzlich vergebene Adresse steht im Register, aber noch nicht in jedem kommerziellen Kartendienst. Hier hilft ein Nachbarhaus oder, wo der Dienst es erlaubt, die Grundstücksnummer, die das Register zu jeder Adresse führt6.
Wird der Ort trotzdem nicht gefunden, liegt es am Dienst, nicht an Ihnen. Bei CheckValue läuft die Eingabe über eine Adresssuche mit Autovervollständigung für jede Adresse weltweit; die kostenlose Vorschau Ihres Berichts zeigt danach den Aufbau des Berichts, bevor Sie etwas bezahlen.
Amtliche Daten gibt es für jedes Dorf, nur anders als auf Portalen
Hier liegt das eigentliche Missverständnis: Die Behörden haben Daten für Ihr Dorf, veröffentlichen sie aber auf anderer Ebene und in anderer Gestalt als eine Portalkarte.
Österreich. Grundlage der Tabellen von Statistik Austria sind ausschließlich Käufe privater Haushalte. Häuser werden in drei Grundstücksgrößenkategorien eingeordnet, deren Grenzen von Bezirk zu Bezirk verschieden sind, und je Tabelle nach drei Bauperioden und drei Wohnflächenklassen unterteilt; der Tabellenpreis gilt je Quadratmeter Wohnfläche, das Grundstück ist pauschal enthalten7. Die Tabellenwerte entstehen als geometrische Mittel aus Käufen der Jahre 2021 bis 2025, ältere davon auf das Preisniveau 2025 angehoben1. Baugrundstücke kennen keine Kategorien, dafür eine Gliederung nach Gemeinden7. Wo ein Bezirk zu wenige Verkäufe hat, verzichtet Statistik Austria auf die Gliederung nach Grundfläche und weist in allen drei Grundstückskategorien denselben Wert aus; die Fußnoten der Häusertabelle 2025 kennzeichnen diese Bezirke, etwa Waidhofen an der Ybbs, Tamsweg, Landeck oder Reutte, und bei Rust entfällt zusätzlich die Gliederung nach Wohnfläche1. Beim Baugrund gilt: „Bei geringem Transaktionsaufkommen werden die Durchschnitte über Gemeindegruppen gebildet“2. Und die Anwenderhinweise sagen offen, was passiert, wenn selbst das nicht reicht: Werden für Regionen oder Kategorien wegen zu geringer Transaktionszahlen keine Durchschnittswerte angegeben, muss eine andere Möglichkeit der Wertbestimmung herangezogen werden7. Dieselben Tabellen dienen nach der Grundstückswertverordnung als Grundlage für die Grunderwerbsteuer bei Erbschaft und Schenkung, Ausgabe 2025 für Steuerschulden ab dem 1. Juni 20267.
Deutschland. Auf Grund der Kaufpreissammlung sind flächendeckend durchschnittliche Lagewerte für den Boden zu ermitteln, in Richtwertzonen aus Gebieten, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmen, zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres; die Bodenrichtwerte sind zu veröffentlichen, und jedermann kann von der Geschäftsstelle Auskunft über sie verlangen3. Flächendeckend heißt: Auch für Ihr Dorf gibt es eine Richtwertzone mit einem Bodenwert je Quadratmeter, abrufbar über die Portale der Länder und BORIS-D. Was dort fehlt, ist der Hauspreis je Quadratmeter Wohnfläche; den liefern die Grundstücksmarktberichte als Spannen und Vergleichsfaktoren je Objektart und Region.
Schweiz. Der Wohnimmobilienpreisindex IMPI des Bundesamts für Statistik unterscheidet nach Gemeindetypen, und die ländliche Gemeinde ist darin eine eigene Kategorie: Im 2. Quartal 2026 blieben die Preise dort unverändert, während städtische Gemeinden einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration um 1,8 Prozent zulegten5. Ein weißer Fleck ist das Land in der amtlichen Reihe also nicht.
| Quelle | Ebene | Was Ihr Dorf davon hat |
|---|---|---|
| Portal-Rechner auf Inseratsbasis | Umkreis mit genügend Inseraten | Nichts, wenn im Umkreis zu wenig angeboten wird |
| Statistik Austria, Häuserpreise | Bezirk, drei Grundstücks- und drei Wohnflächenklassen7 | Einen Bezirkswert je Klasse und Bauperiode1 |
| Statistik Austria, Baugrundpreise | Gemeinde oder Gemeindegruppe2 | Einen Bodenwert je m² für die eigene Gemeinde |
| Grundbuch mit Urkundensammlung (AT) | Einzelne Liegenschaft | Die tatsächlichen Kaufverträge der Nachbarschaft |
| Gutachterausschuss, Bodenrichtwerte (DE) | Richtwertzone, flächendeckend3 | Einen Bodenwert je m² auch für das kleinste Dorf |
| Destatis, Häuserpreisindex nach Kreistypen | Kreistyp4 | Den Trend für ländliche Kreise |
| BFS, IMPI nach Gemeindetypen (CH) | Gemeindetyp5 | Den Trend für ländliche Gemeinden |
Wie Sie aus Grundbuch und Kaufpreissammlung echte Vergleichskäufe gewinnen, zeigt der Beitrag zum Vergleichswertverfahren mit tatsächlichen Kaufpreisen.
Beispiel: ein Haus im Bezirk Zwettl, für das kein Portal eine Zahl zeigt
Ein Beispiel mit erfundenem Haus und ausschließlich amtlichen Zahlen. Das Haus steht in Bad Traunstein im Bezirk Zwettl, Niederösterreich: 120 m² Wohnfläche, Baujahr 1978, 900 m² Grundstück, gepflegt, aber nicht saniert. Ein Portal-Rechner meldet „keine Daten“. Statistik Austria hat trotzdem etwas zu sagen.
| Schritt | Quelle | Ergebnis |
|---|---|---|
| Grundstückskategorie bestimmen | Grundstücksgrößenzuordnung Bezirk Zwettl: Kategorie B umfasst 600 bis 1.100 m²1 | 900 m² sind Kategorie B |
| Tabellenwert ablesen | Häuser Kategorie B, Bauperiode 1961 bis 1990, 90 bis 130 m² Wohnfläche: 1.344 Euro je m²1 | 120 × 1.344 = 161.280 Euro |
| Grundstück | In den Häusertabellen pauschal enthalten, keine getrennte Rechnung7 | Kontrollwert: Bad Traunstein 16,1 Euro je m² Baugrund, Bezirksdurchschnitt 26,2, Stadt Zwettl 71,82 |
| Gegenprobe Lage | Dieselbe Klasse im Bezirk Mödling: 4.473 Euro je m²1 | 120 × 4.473 = 536.760 Euro |
Der Tabellenwert liegt bei rund 161.000 Euro; dasselbe Haus wäre nach derselben Tabelle im Bezirk Mödling mehr als das Dreifache wert1. Diese Spannweite ist der Grund, warum ein Modell ohne Daten aus Ihrem Bezirk nichts Brauchbares sagen kann, und zugleich der Beleg, dass die Daten existieren. Zu beachten: Der Baugrundwert für Bad Traunstein ist ein Gruppenwert mehrerer Gemeinden2, und Zustand, Heizung, Dach, Nebengebäude und die Lage im Ort kennt die Tabelle nicht. Dafür braucht es Vergleichskäufe oder sachkundige Zu- und Abschläge. Wie viel ein Quadratmeterpreis trägt und wo er in die Irre führt, behandelt der Beitrag über den Quadratmeterpreis und seine Grenzen.
Keine Vergleichsverkäufe im Dorf: was Gesetz und Verordnung dazu sagen
Die Sorge „bei uns wird nichts verkauft, also kann niemand vergleichen“ hat der Gesetzgeber in beiden Ländern vorhergesehen.
In Österreich regelt § 4 des Liegenschaftsbewertungsgesetzes das Vergleichswertverfahren und nennt dabei drei Bedingungen für brauchbare Vergleichspreise: Sie müssen tatsächlich bezahlt worden sein, sie müssen redlich und ohne Sonderumstände zustande gekommen sein, und sie müssen zeitlich nahe am Stichtag liegen; als Herkunft nennt das Gesetz ausdrücklich „vergleichbare Gebiete“, nicht die eigene Gemeinde8. Der Vergleich darf also die Gemeindegrenze überschreiten, wenn das andere Gebiet dem eigenen gleicht. Ältere Kaufpreise sind an die Preisentwicklung des Gebiets anzupassen, Unterschiede zum eigenen Haus mit Zu- oder Abschlägen auszugleichen, und ein Preis, der unter Verwandten oder in einer Notlage vereinbart wurde, zählt erst nach einer Bereinigung um diesen Einfluss8.
In Deutschland regelt die Immobilienwertermittlungsverordnung, dass der Vergleichswert aus einer ausreichenden Anzahl von Vergleichspreisen ermittelt wird; neben oder anstelle von Vergleichspreisen können bei bebauten Grundstücken ein objektspezifisch angepasster Vergleichsfaktor und bei der Bodenwertermittlung ein objektspezifisch angepasster Bodenrichtwert herangezogen werden9. Fehlen im Dorf die Verkäufe, ersetzen also der Vergleichsfaktor aus dem Grundstücksmarktbericht und der Bodenrichtwert der Zone die fehlenden Nachbarpreise. Das ist kein Notbehelf, sondern das vorgesehene Verfahren.
Wer einen Wert für ein Gericht, das Finanzamt, eine Bank oder eine Erbengemeinschaft braucht, sollte vorab fragen, welche Form der Nachweis haben muss; häufig wird dort ein Gutachten eines Sachverständigen erwartet. Ein Online-Bewertungsbericht ordnet die amtlichen Quellen für Ihre Adresse und liefert eine belegte Spanne; er ersetzt kein solches Gutachten, wo ein Verfahren eines verlangt. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
So prüfen Sie eine Bewertung für eine ländliche Adresse selbst
Sechs Schritte, die ohne Abo und ohne Rückruf auskommen:
- Anker setzen. In Österreich die Bezirkstabelle für Ihre Grundstücks-, Flächen- und Baujahrsklasse1, in Deutschland der Bodenrichtwert Ihrer Zone mit der Spanne aus dem Grundstücksmarktbericht3. Diesen Wert muss jede Bewertung erklären, die davon abweicht.
- Grundstück richtig einordnen. Die Kategorien folgen der Verteilung der Grundstücksgrößen der Haustransaktionen im Bezirk, jede Kategorie bildet ein Drittel ab, und die Grenzen unterscheiden sich je Bezirk1; 900 m² sind in Zwettl mittel, in einer Stadt groß.
- Zu- und Abschläge benennen. Zustand, Energieausweisklasse, Heizung, Nebengebäude, Hanglage, Hochwasserzone. Eine Bewertung, die keine dieser Anpassungen ausweist, hat sie nicht gerechnet.
- Vergleichskäufe prüfen. In Deutschland fragen Sie bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses nach dem Bodenrichtwert Ihrer Zone, den jedermann erfragen kann3, und nach dem Grundstücksmarktbericht; in Österreich führt der Weg über das Grundbuch, und was eine Abfrage dort kostet, steht im Beitrag über Kaufpreise, die nur gegen Abo zu sehen sind.
- Richtung ablesen. Die Bezirkstabelle gilt für die Ausgabe 2025, der Preisindex sagt, was seither geschehen ist. Für Österreich weist der Häuserpreisindex der Statistik Austria im 2. Quartal 2026 ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus, bei bestehendem Wohnraum ebenfalls 5,1 Prozent, bei neuem 4,9 Prozent, allerdings nur bundesweit und ohne Gliederung nach Bezirks- oder Gemeindetypen10. In Deutschland ist der Häuserpreisindex nach Kreistypen gegliedert4, in der Schweiz der IMPI nach Gemeindetypen5; dort lesen Sie die Bewegung Ihres Markttyps direkt ab.
- Plausibilität. Nennt ein Rechner für Ihr Dorf dieselbe Zahl wie für die Bezirkshauptstadt oder eine Spanne, die vom halben bis zum doppelten Wert reicht, hat er keine lokalen Daten verwendet.
In meinen Jahren in der Immobilienarbeit in Österreich und auf Teneriffa habe ich oft Häuser eingeschätzt, bei denen das nächste vergleichbare Objekt nicht in der Nachbarstraße stand, sondern im Nachbartal. Dort entscheidet nicht die Menge der Daten, sondern die Sorgfalt, mit der man die wenigen vorhandenen Kaufpreise an das eigene Haus anpasst. Ein Rechner, der bei fehlenden Inseraten einfach aufgibt, hat diese Arbeit nie gemacht.
Was CheckValue für eine Adresse auf dem Land liefert und was nicht
Der Bericht ist für genau diese Lücke gebaut: Er nimmt jede Adresse weltweit an und ordnet die amtlichen Quellen des Landes für diese Adresse. Für ein österreichisches Dorf sind das die Bezirks- und Gemeindetabellen der Statistik Austria, der Häuserpreisindex, Vergleichskäufe aus der Umgebung, die Hochwasser-, Lärm- und Energiekarten sowie die polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeslands; für ein deutsches die Daten des Statistischen Bundesamts und die Bodenrichtwerte aus BORIS, für ein Schweizer BFS und swisstopo. Dazu kommt das amtliche Orthofoto des Grundstücks, auf dem Nebengebäude und Grundstückszuschnitt sichtbar werden, und jede Anpassung für Zustand, Baujahr, Energieklasse oder Garage trägt ihren Koeffizienten und ihre Quellennummer.
Was der Bericht nicht kann: Er erfindet keine Verkäufe. Bezirksdurchschnitt, Preisindex und Vergleichskäufe stehen getrennt und mit Quellennummer da, sodass Sie sehen, wie viel in einem dünnen Markt vom Bezirkswert getragen wird; er ist kein Gutachten. Die kostenlose Vorschau zeigt den Aufbau mit Beispielzahlen, bevor Sie etwas bezahlen; die Seite zu Genauigkeit und Methode beschreibt die Grenzen des Verfahrens, und der Beitrag darüber, wie eine KI-Immobilienbewertung rechnet, erklärt den Weg von den Rohdaten zur Spanne.
Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Tabellenwerte beziehen sich auf die Ausgabe 2025 der Statistik Austria, alle Indexwerte auf das 2. Quartal 2026.
Häufige Fragen
Warum zeigt der Online-Rechner keine Daten für meine Adresse?
Weil der Rechner aus Inseraten lernt und nicht aus Registern. Sein Modell braucht im Umkreis Ihrer Adresse genügend aktuelle Angebote ähnlicher Objekte; in einer Gemeinde mit wenigen Verkäufen im Jahr findet es nichts und meldet „keine Daten“ oder nennt eine unbrauchbar breite Spanne. Die Meldung sagt etwas über die Datenbank des Anbieters aus, nichts über Ihr Haus. Die amtliche Statistik wertet dagegen tatsächliche Käufe privater Haushalte aus, in Österreich je Gemeinde beim Baugrund und je Bezirk bei Häusern.
Warum bewerten Portale nur Großstädte und einzelne Wohnungen?
Aus zwei Gründen. Wirtschaftlich verdienen Portale an Werbung, Premium-Inseraten und Maklerkontakten dort, wo viel gehandelt wird, also in Ballungsräumen. Statistisch sind Eigentumswohnungen leicht zu vergleichen, weil im selben Haus ähnliche Einheiten verkauft werden, während jedes Haus im Dorf ein eigenes Grundstück, eine eigene Bauweise und oft Nebengebäude hat. Viele Anbieter lassen den schwierigen Fall deshalb weg, statt ihn mit amtlichen Bezirks- und Gemeindedaten zu lösen.
Warum wird mein Ort bei der Adresseingabe nicht gefunden?
Meist weil Ortschaft, Gemeinde und Postleitzahl nicht zusammenpassen oder weil die Hausnummer ohne Straßennamen vergeben ist. In Österreich führt das Adressregister nach § 9a Vermessungsgesetz jede von der Gemeinde vergebene Adresse mit Ortschaft, Straße nur „wenn vorhanden“, Konskriptionsnummer, Grundstücksnummer, Koordinate und Adresscode; kommerzielle Suchfelder bilden das nur unvollständig ab. Geben Sie Postleitzahl und Ortschaftsnamen in amtlicher Schreibweise ein, tragen Sie bei Konskriptionsnummern den Ortsnamen ins Straßenfeld ein, und versuchen Sie bei neuen Adressen zunächst ein Nachbarhaus.
Woher bekomme ich Vergleichswerte für mein Dorf in Österreich?
Von Statistik Austria und aus dem Grundbuch. Die Häusertabellen nennen für jeden Bezirk Durchschnittspreise je Quadratmeter Wohnfläche nach Grundstücksgröße, Wohnfläche und Bauperiode, die Baugrundtabelle einen Wert je Gemeinde oder Gemeindegruppe; beide stehen kostenlos als Tabellen auf statistik.at. Die tatsächlichen Kaufverträge Ihrer Katastralgemeinde liegen in der Urkundensammlung des Grundbuchs. Für den Bezirk Zwettl weist die Tabelle 2025 zum Beispiel 1.344 Euro je m² für ein Haus der Bauperiode 1961 bis 1990 mit 90 bis 130 m² aus.
Gibt es Bodenrichtwerte auch für kleine Dörfer in Deutschland?
Ja. Nach § 196 BauGB sind Bodenrichtwerte auf Grund der Kaufpreissammlung flächendeckend zu ermitteln, in Richtwertzonen mit weitgehend übereinstimmender Nutzung, mindestens zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres; sie sind zu veröffentlichen, und jedermann kann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Auskunft verlangen. Abrufbar sind sie über die Portale der Länder und über BORIS-D. Der Bodenrichtwert gilt für den Quadratmeter Grund; den Gebäudeanteil liefern Vergleichsfaktoren aus dem Grundstücksmarktbericht.
Darf eine Bewertung Kaufpreise aus anderen Gemeinden heranziehen?
Ja, wenn die Gebiete vergleichbar sind. Das österreichische Liegenschaftsbewertungsgesetz lässt in § 4 ausdrücklich Kaufpreise aus anderen, aber vergleichbaren Gebieten zu, verlangt dafür zeitliche Nähe zum Stichtag und redliches Zustandekommen und ordnet Zu- oder Abschläge für Unterschiede zwischen den Objekten an. Die deutsche ImmoWertV erlaubt in § 24 neben oder anstelle von Vergleichspreisen einen objektspezifisch angepassten Vergleichsfaktor und einen angepassten Bodenrichtwert. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Bewertet CheckValue auch eine Adresse auf dem Land?
Ja, der Bericht nimmt jede Adresse weltweit an. Für ein Dorf in Österreich zitiert er die Bezirks- und Gemeindetabellen der Statistik Austria, den Häuserpreisindex, Vergleichskäufe, die amtlichen Hochwasser-, Lärm- und Energiekarten und das Orthofoto des Grundstücks; für Deutschland Destatis und BORIS, für die Schweiz BFS und swisstopo, für andere Länder die nationale Statistik in Landeswährung. Die Vorschau auf dem Bildschirm ist kostenlos; der Bericht ist kein Gutachten und erfindet keine Verkäufe.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Zahlen und Regeln tragen das Jahr ihrer Veröffentlichung; die aktuelle Fassung finden Sie in der zitierten Quelle.
Quellen
- 1statisticsHäuserpreise 2025: Durchschnittspreise für Häuser nach Bezirken, Grundstücksgrößenkategorien, Bauperioden und Wohnflächenklassen (Tabelle, .ods)Statistik Austria · 2026Erstellt am 28. Mai 2026, Datenbasis 2021 bis 2025, geometrische Mittel in Euro je m² Wohnfläche, Transaktionen vor 2025 an das Preisniveau 2025 angepasst; Grundstücksgrößenzuordnung je Bezirk mit je einem Drittel der Haustransaktionen pro Kategorie, Zwettl: Kategorie B 600 bis 1.100 m²; Niederösterreich, Kategorie B, Bauperiode 1961 bis 1990, 90 bis 130 m²: Zwettl 1.344 Euro, Mödling 4.473 Euro, Amstetten 2.366 Euro; Fußnote 2 der Bundesland-Blätter: Waidhofen an der Ybbs, Tamsweg, Innsbruck-Stadt, Landeck und Reutte werden aufgrund einer geringen Anzahl an Transaktionen nicht nach Grundflächen kategorisiert und tragen daher in den Kategorien A, B und C denselben Wert, unterscheiden sich aber weiter nach Wohnfläche und Bauperiode (Tamsweg, Bauperiode 1961 bis 1990: 3.371, 2.273 und 1.707 Euro); bei Rust unterbleibt die Kategorisierung nach Wohn- und Grundfläche, dort trennen nur noch die Bauperioden (2.222, 3.038 und 2.816 Euro).statistik.at ↗
- 2statisticsBaugrundstückspreise 2025: Durchschnittspreise pro Quadratmeter Baugrundstück nach Bezirken und Gemeinden (Tabelle, .ods)Statistik Austria · 2026Erstellt am 28. Mai 2026, Datenbasis 2021 bis 2025, geometrische Mittel; Fußnote: „Bei geringem Transaktionsaufkommen werden die Durchschnitte über Gemeindegruppen gebildet“; Bezirk Zwettl: Bezirksdurchschnitt 26,2 Euro je m², alle 24 Gemeinden gelistet, Bad Traunstein 16,1 Euro, Zwettl-Niederösterreich 71,8 Euro, mehrere Gemeinden mit identischem Gruppenwert (16,1 beziehungsweise 27,5 Euro).statistik.at ↗
- 3law§ 196 Baugesetzbuch (BauGB): BodenrichtwerteBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2026Auf Grund der Kaufpreissammlung sind flächendeckend durchschnittliche Lagewerte für den Boden zu ermitteln, in Richtwertzonen aus Gebieten, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmen, jeweils zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres; die Bodenrichtwerte sind zu veröffentlichen, und jedermann kann von der Geschäftsstelle Auskunft über sie verlangen.gesetze-im-internet.de ↗
- 4statisticsPreise für Wohnimmobilien im 2. Quartal 2026: +0,6 % zum Vorjahresquartal (Pressemitteilung Nr. 336 vom 24. September 2026)Statistisches Bundesamt (Destatis) · 2026Häuserpreisindex plus 0,6 Prozent zum Vorjahresquartal; nach Kreistypen im Vorjahresvergleich: Eigentumswohnungen in den sieben Metropolen minus 0,4 Prozent, in dünn besiedelten ländlichen Kreisen minus 0,6 Prozent; Ein- und Zweifamilienhäuser in dünn besiedelten ländlichen Kreisen minus 0,4 Prozent zum Vorjahresquartal und plus 1,9 Prozent zum Vorquartal.destatis.de ↗
- 5statisticsDie Preise für Wohneigentum sind im 2. Quartal 2026 um 0,7 % gestiegen (Medienmitteilung vom 30. Juli 2026)Bundesamt für Statistik (BFS), Eidgenössisches Departement des Innern · 2026Schweizerischer Wohnimmobilienpreisindex IMPI im 2. Quartal 2026: 127,7 Punkte (4. Quartal 2019 = 100), plus 0,7 Prozent zum Vorquartal und plus 3,5 Prozent zum Vorjahresquartal; am stärksten gestiegen in städtischen Gemeinden einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration (plus 1,8 Prozent), stabil in den ländlichen Gemeinden.edi.admin.ch ↗
- 6law§ 9a Vermessungsgesetz (VermG): AdressregisterRechtsinformationssystem des Bundes (RIS), Bundeskanzleramt · 2026BGBl. Nr. 306/1968, § 9a in der Fassung BGBl. I Nr. 101/2022: Das Adressregister enthält alle geocodierten Adressen von Grundstücken und Gebäuden, die von der örtlich zuständigen Gemeinde vergeben wurden; eine geocodierte Adresse umfasst Gemeinde, Ortschaft, die angrenzende Straße, wenn vorhanden, die Orientierungsnummer (Hausnummer, Konskriptionsnummer u. a.), Katastralgemeinde und Grundstücksnummer, eine repräsentative Koordinate, Postleitzahl und Zustellort, sonstige Bezeichnungen wie Vulgo- und Hofnamen, die Eignung für Wohnzwecke und den vom Adressregister vergebenen Adresscode.ris.bka.gv.at ↗
- 7guidanceImmobilien-Durchschnittspreise: Hinweise zur Anwendung, Version 2025Statistik Austria · 2026Datengrundlage sind nur Transaktionen privater Haushalte; drei Grundstücksgrößenkategorien (A klein, B mittel, C groß) mit bezirksweise unterschiedlichen Grenzen, dazu drei Bauperioden und drei Wohnflächenkategorien, Tabellenpreis mal Wohnfläche ergibt den Durchschnittswert, das Grundstück ist pauschal enthalten, Maximalgröße der Kategorie C 3.000 m², Rechenbeispiel Amstetten 3.518 Euro mal 120 m² gleich 422.160 Euro; Baugrundstücke ohne Kategorisierung, aber mit Gliederung nach Gemeinden; werden für Regionen oder Kategorien keine Durchschnittswerte angegeben, zum Beispiel aufgrund einer zu geringen Anzahl an Transaktionen, muss eine andere Möglichkeit zur Immobilienwertbestimmung herangezogen werden; die Tabellen 2025 sind anzuwenden, wenn die Steuerschuld ab dem 1. Juni 2026 entstanden ist.statistik.at ↗
- 8law§ 4 Liegenschaftsbewertungsgesetz (LBG): VergleichswertverfahrenRechtsinformationssystem des Bundes (RIS), Bundeskanzleramt · 2026BGBl. Nr. 150/1992: Im Vergleichswertverfahren ist der Wert durch Vergleich mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen vergleichbarer Sachen zu ermitteln; abweichende Eigenschaften und geänderte Marktverhältnisse sind durch Zu- oder Abschläge zu berücksichtigen; heranzuziehen sind Kaufpreise, die im redlichen Geschäftsverkehr in zeitlicher Nähe zum Bewertungsstichtag in vergleichbaren Gebieten erzielt wurden, wobei vor oder nach dem Stichtag vereinbarte Preise entsprechend den Preisschwankungen des Gebietes auf- oder abzuwerten sind; durch ungewöhnliche Verhältnisse oder persönliche Umstände beeinflusste Kaufpreise dürfen nur berichtigt herangezogen werden.ris.bka.gv.at ↗
- 9law§ 24 Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV): Grundlagen des VergleichswertverfahrensBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2026Der Vergleichswert wird aus einer ausreichenden Anzahl von Vergleichspreisen im Sinne des § 25 ermittelt; neben oder anstelle von Vergleichspreisen können insbesondere bei bebauten Grundstücken ein objektspezifisch angepasster Vergleichsfaktor und bei der Bodenwertermittlung ein objektspezifisch angepasster Bodenrichtwert herangezogen werden; der vorläufige Vergleichswert kann durch statistische Auswertung der Vergleichspreise oder durch Multiplikation von Vergleichsfaktor beziehungsweise Bodenrichtwert mit der Bezugsgröße ermittelt werden.gesetze-im-internet.de ↗
- 10statisticsHäuserpreisindex (HPI) und OOH PI: Ergebnisse zum 2. Quartal 2026Statistik Austria · 2026Quartalsindex aus den Kaufverträgen privater Haushalte im Grundbuch, qualitätsbereinigt, bundesweit und ohne Gliederung nach Gemeinde- oder Bezirkstypen; Stand 2. Quartal 2026, vorläufig, Basis 2025 gleich 100: HPI Gesamt 105,00 und plus 5,1 Prozent zum 2. Quartal 2025, bestehender Wohnraum 105,27 und plus 5,1 Prozent, neuer Wohnraum 104,13 und plus 4,9 Prozent; Pressemitteilung vom 23. September 2026: „Preise für Wohneigentum in Österreich im 1. Halbjahr 2026 auf Rekordniveau gestiegen“.statistik.at ↗





