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Welches ist das teuerste Bundesland in Österreich? Preise 2025

Das teuerste Bundesland in Österreich ist Wien: 5.376 Euro je Quadratmeter für Häuser, 5.212 für Wohnungen. Alle neun Bundesländer im Vergleich.

Josef Eckmair MBAAktualisiert: 9 Min. Lesezeit9 quellenGeprüft von Christian Eckmair
Wohnhäuser über einem Alpental in Vorarlberg und im Hintergrund eine Stadtsilhouette, Sinnbild für Preisunterschiede zwischen Bundesländern
Für 2025 weist Statistik Austria bei Wohnhäusern in Wien 5.376 Euro je Quadratmeter Wohnfläche aus, im Burgenland 1.889 Euro. Bild: böhringer friedrich, CC BY-SA 2.5, via commons

Die Frage nach dem teuersten Bundesland klingt nach einer einzigen Zahl, hat aber mindestens vier Antworten, je nachdem, ob Sie ein Haus, eine Wohnung, einen Baugrund oder eine Mietwohnung im Kopf haben. Dieser Beitrag nennt für alle neun Bundesländer die amtlichen Werte aus der jüngsten Auswertung von Statistik Austria, zeigt, wo sich die Rangfolge zwischen den Objektarten verschiebt, und sagt am Schluss, was ein Landeswert für eine konkrete Adresse hergibt. Welche Herausgeber hinter diesen Zahlen stehen, sammelt der Beitrag über die amtlichen Datenquellen für Immobilienpreise.

Wien an der Spitze: die neun Bundesländer in Zahlen

Grundlage sind die Immobilien-Durchschnittspreise, eine jährliche Auswertung von Statistik Austria; der Jahrgang 2025 erschien am 28. Mai 202612. Ausgewiesen sind Medianpreise je Quadratmeter Wohnfläche, also jener Wert, über dem die eine Hälfte der Verkäufe liegt und unter dem die andere1.

Bundesland Häuser €/m² Rang Wohnungen €/m² Rang
Wien 5.376 1 5.212 1
Vorarlberg 5.077 2 5.000 2
Tirol 4.828 3 4.965 4
Salzburg 4.766 4 4.968 3
Oberösterreich 2.905 5 3.373 5
Niederösterreich 2.653 6 3.089 7
Kärnten 2.609 7 3.260 6
Steiermark 2.421 8 2.750 8
Burgenland 1.889 9 1.859 9
Österreich 2.836 4.162

Zwei Dinge fallen auf. Erstens bilden Wien und der Westen eine eigene Preisklasse: Die vier teuersten Länder liegen bei Häusern zwischen 4.766 und 5.376 Euro, das fünfte, Oberösterreich, nur noch bei 2.905 Euro1. Zwischen Platz vier und Platz fünf klafft damit eine Lücke von fast 1.900 Euro je Quadratmeter. Zweitens ist der Vorsprung Wiens kleiner, als die Debatte über die Hauptstadtpreise vermuten lässt: Bei Wohnungen trennen Wien und Vorarlberg nur 212 Euro je Quadratmeter1.

Warum kostet der Quadratmeter in einer Wohnung mehr als im Haus?

Im Österreichschnitt liegt der Wohnungspreis mit 4.162 Euro deutlich über dem Hauspreis von 2.836 Euro1. Statistik Austria nennt dafür zwei Gründe: Wohnungen stehen häufiger in stärker nachgefragten Stadt- und Ortszentren, und sie werden öfter neu gekauft, während Häuser beim Verkauf meist schon einige Jahrzehnte alt sind1.

Genau diese Logik kippt dort, wo Häuser selbst zur Rarität werden. In Wien, in Vorarlberg und im Burgenland liegen die Hauspreise über den Wohnungspreisen1. In der Hauptstadt ist der Grund offensichtlich: Ein Einfamilienhaus auf Wiener Stadtgebiet ist ein knappes Gut, und mit dem Haus wird ein Grundstück gekauft, dessen Preis im Quadratmeter Wohnfläche mitläuft. Wie dieser Mischpreis entsteht und wo er in die Irre führt, behandelt der Beitrag zum Quadratmeterpreis und seinen Fallen.

Wo sind Immobilien in Österreich am günstigsten?

Das Burgenland steht in beiden Objektarten am Ende der Tabelle, mit 1.889 Euro bei Häusern und 1.859 Euro bei Wohnungen1. Davor liegt die Steiermark mit 2.421 und 2.750 Euro1. Gegenüber Wien ergibt das in beiden Objektarten denselben Faktor: Der Quadratmeter kostet in der Hauptstadt das 2,8-Fache des burgenländischen Werts1.

Interessanter als die Extreme ist das Mittelfeld, weil dort die Rangfolge von der Objektart abhängt. Kärnten steht bei Wohnungen mit 3.260 Euro vor Niederösterreich mit 3.089 Euro, bei Häusern ist es umgekehrt: 2.653 Euro in Niederösterreich gegenüber 2.609 Euro in Kärnten1. Wer also sagt, Kärnten sei teurer als Niederösterreich, hat je nach Objektart recht oder unrecht.

Welches Bundesland hat die teuersten Baugrundstücke?

Beim unbebauten Baugrund ist der Abstand zwischen den Ländern noch größer, weil hier nur die Lage bezahlt wird. Die folgenden Werte sind geometrische Mittel, keine Medianwerte, und beziehen sich auf den Quadratmeter Grundfläche1.

Bundesland Baugrund 2025 €/m² Baugrund 2020 €/m²
Wien 799 577
Vorarlberg 640 424
Tirol 391 188
Salzburg 383 218
Oberösterreich 139 81
Niederösterreich 116 69
Steiermark 90 53
Kärnten 88 55
Burgenland 77 45
Österreich 135 74

Zwischen Wien und dem Burgenland liegt beim Baugrund der Faktor zehn1. Beim Anstieg hat allerdings Tirol die Nase vorn: 188 Euro im Jahr 2020, 391 Euro im Jahr 2025, also mehr als eine Verdoppelung1. Statistik Austria ordnet diese Sprünge seit 2023 selbst ein und verweist darauf, dass sie teilweise auf eine veränderte Zusammensetzung der beobachteten Transaktionen nach der Zinswende Mitte 2022 zurückgehen1.

Wie wenig ein Landeswert über eine einzelne Adresse aussagt, führt dieselbe Veröffentlichung auf Gemeinde- und Bezirksebene vor. An der Spitze stehen Reith bei Kitzbühel mit 2.742 Euro je Quadratmeter, Kitzbühel mit 2.617 und Lech mit 2.108 Euro, am unteren Ende der Bezirk Jennersdorf mit 21 Euro1. Österreichweit spannt sich die Skala damit über mehr als zwei Zehnerpotenzen. Auch innerhalb eines Bundeslands bleibt der Abstand groß: In Niederösterreich hängt derselbe Preis an der Entfernung zur Hauptstadt, der Bezirk Tulln kommt auf 238 Euro, das nördlich gelegene Zwettl auf 26 Euro1. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten der beiden Bezirke liegt der Faktor neun.

Wie stark sind die Preise seit 2020 gestiegen?

Hier dreht sich die Rangliste fast vollständig. Die teuren Länder sind die langsamsten, die günstigen die schnellsten.

Bundesland Häuser 2020 €/m² Häuser 2025 €/m² Veränderung
Kärnten 1.889 2.609 +38 %
Burgenland 1.407 1.889 +34 %
Steiermark 1.926 2.421 +26 %
Oberösterreich 2.372 2.905 +22 %
Niederösterreich 2.182 2.653 +22 %
Tirol 4.000 4.828 +21 %
Vorarlberg 4.247 5.077 +20 %
Salzburg 4.083 4.766 +17 %
Wien 4.833 5.376 +11 %
Österreich 2.297 2.836 +23 %

Eine Warnung gehört dazu: Diese Veränderungen sind nicht qualitätsbereinigt. Jedes Jahr wechseln andere Objekte in anderer Zahl und Güte den Besitzer, und deshalb verweist Statistik Austria für Vergleiche über die Zeit auf den Preisindex und nicht auf die Durchschnittspreise2. Der Häuserpreisindex entsteht quartalsweise aus den im Grundbuch erfassten Kaufverträgen mit privaten Haushalten als Käufern; sein vorläufiger Stand für das 2. Quartal 2026 beträgt 105,00 Punkte, gemessen auf der Basis 2025, und liegt 5,1 Prozent über dem Vorjahresquartal4.

Für 2025 bestätigt dieser Index die Richtung der Tabelle. Österreichweit verteuerten sich Wohnimmobilien um 2,6 Prozent, bei einem Sprung der Kauffälle um 18,3 Prozent, dem stärksten Anstieg seit mehr als einem Jahrzehnt3. Nach Bundesland geordnet legten die Häuserpreise im Burgenland um 8,7 Prozent, in Kärnten um 6,5 und in der Steiermark um 5,6 Prozent zu, während sie in Salzburg um 0,6 und in Wien um 1,5 Prozent zurückgingen3. Dahinter steckt ein Muster: Die vier teuersten Länder dieser Tabelle, Wien, Vorarlberg, Tirol und Salzburg, bildeten 2025 zugleich das Schlussfeld der Preisentwicklung13.

Mich ruft öfter jemand an, der gerade gelesen hat, sein Bundesland sei das teuerste oder das billigste, und der nun glaubt, damit sei seine Immobilie eingeordnet. In der Praxis entscheidet die Gemeinde, in der Stadt sogar die Straßenseite. Der Landeswert hilft nur, wenn man daneben weiß, wie weit die eigene Lage von diesem Durchschnitt abweicht.
Josef Eckmair, Mitgründer von CheckValue

Beispiel: ein Haus mit 120 Quadratmetern in vier Bundesländern

Ein Rechenbeispiel, bewusst grob gehalten, mit einem gedachten Haus und ausschließlich amtlichen Medianwerten für 2025. Die Wohnfläche beträgt in allen vier Fällen 120 Quadratmeter.

Bundesland Median €/m²1 Rechnerischer Wert Abstand zu Wien
Wien 5.376 645.120 €
Vorarlberg 5.077 609.240 € 35.880 €
Steiermark 2.421 290.520 € 354.600 €
Burgenland 1.889 226.680 € 418.440 €

Dasselbe Haus trennt zwischen Wien und dem Burgenland also rund 418.000 Euro, allein wegen der Adresse. Zwischen Wien und Vorarlberg sind es weniger als 36.000 Euro, was in der Praxis innerhalb der Streuung einer einzigen Gemeinde liegen kann. Aus solchen Rechnungen lässt sich die Größenordnung ablesen, kein Preis: Der Median kennt weder Zustand noch Grundstücksgröße noch Baujahr des gedachten Hauses. Welche Merkmale den Wert tatsächlich verschieben, beschreibt der Leitfaden Was ist mein Haus wert.

Ist Wien auch für Mieter das teuerste Bundesland?

Nein, jedenfalls nicht im geregelten Altbausegment. Statistik Austria veröffentlicht seit 2026 die gesetzlichen Richtwerte nach § 5 Abs. 2 Richtwertgesetz, und diese Beträge sind je Bundesland verschieden5.

Bundesland Richtwert je m² ab 1.4.20265
Vorarlberg 10,35 €
Salzburg 9,31 €
Steiermark 9,30 €
Tirol 8,22 €
Kärnten 7,89 €
Oberösterreich 7,30 €
Niederösterreich 6,92 €
Wien 6,74 €
Burgenland 6,15 €

Wien liegt damit an vorletzter Stelle, obwohl es beim Kauf vorne steht15. Der Richtwert ist allerdings keine Marktmiete, sondern ein mietrechtlicher Ausgangsbetrag, und er betrifft nicht alle Wohnungen gleich stark: Österreichweit unterliegen 13,4 Prozent der rund 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen dem Richtwertmietzins, in Wien dagegen 21,0 Prozent und damit der höchste Anteil aller Bundesländer6. Umgekehrt ist der freie private Mietmarkt im Westen dominant, mit 55,4 Prozent in Vorarlberg, 52,0 in Tirol und 48,0 Prozent in Salzburg6. Tatsächlich bezahlt wurden im Mittel aller Hauptmietwohnungen 10,4 Euro je Quadratmeter inklusive Betriebskosten im 4. Quartal 20256 und 10,5 Euro im 2. Quartal 20267.

Die Richtwerte sind seit 2026 gedeckelt. Am 1. April 2026 durften sie sich um höchstens ein Prozent erhöhen, am 1. April 2027 um höchstens zwei Prozent; ab 1. April 2028 wird der drei Prozentpunkte übersteigende Teil der jährlichen Inflation nur zur Hälfte berücksichtigt5. Der Landesrang bei den Richtwerten ändert sich dadurch kaum, die absoluten Beträge schon.

Wo finde ich amtliche Quadratmeterpreise?

Die drei Tabellen der Immobilien-Durchschnittspreise sind der kürzeste Weg. Häuser und Wohnungen sind dort je Bezirk in neun Größenkategorien ausgewiesen, Baugrundstücke zusätzlich je Gemeinde, und zu jeder Tabelle gibt es eine Kartenansicht im STATatlas2. Für das Zieljahr werden die Verträge der vier Vorjahre mitgezählt und nach Wohnfläche, Grundfläche, Bauperiode und Lage auf das aktuelle Niveau gehoben2; ein Landeswert ist deshalb kein Momentwert, sondern ein geglätteter Fünfjahresschnitt.

Für die Bewegung nehmen Sie den Häuserpreisindex, der quartalsweise erscheint und Teilindizes für neuen und bestehenden Wohnraum ausweist4. Und für die einzelne Liegenschaft bleibt die Grundstücksdatenbank: Sie umfasst Grundbuch und Kataster, ist seit 1999 über Verrechnungsstellen im Internet abfragbar und kostenpflichtig; beglaubigte Abschriften gibt es nur bei Bezirksgericht, Notariat, Vermessungsamt oder befugten Ziviltechnikern9. Eine Ebene feiner als das Bundesland wird es für die Hauptstadt im Beitrag über den teuersten Bezirk in Wien.

Was der Bundeslandwert über Ihre Immobilie sagt

Er liefert die Größenordnung und die Richtung, nicht den Wert. Das Gesetz versteht unter dem Verkehrswert jenen Preis, den eine Sache beim Verkauf im redlichen Geschäftsverkehr üblicherweise erzielt, und das Vergleichswertverfahren leitet ihn aus tatsächlich bezahlten Kaufpreisen ähnlicher Objekte ab, korrigiert um Zu- und Abschläge für Abweichungen und für die Marktlage8. Für diesen Vergleich ist ein Landeswert zu grob geschnitten: Er steckt das Wiener Umland um Tulln und das Waldviertel um Zwettl in dieselbe Zeile1.

Das Liegenschaftsbewertungsgesetz gilt für die Wertermittlung in allen gerichtlichen Verfahren und verlangt grundsätzlich den Verkehrswert8. Wo ein Gericht, eine Behörde oder eine Bank eine Bewertung fordert, ersetzt keine Tabelle und kein Online-Bericht die Arbeit einer befugten Sachverständigen oder eines befugten Sachverständigen. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Der Bericht von CheckValue setzt genau an dieser Lücke an. Er stellt die Einschätzung für Ihre Adresse neben den Durchschnitt Ihres Bezirks und neben den amtlichen Preisindex, sodass sichtbar wird, ob Ihr Objekt über oder unter dem Niveau seiner Kategorie liegt und in welche Richtung sich dieses Niveau zuletzt bewegt hat; jede Anpassung trägt eine Quellennummer. Der Rechenweg dahinter steht im Beitrag darüber, wie eine KI-Immobilienbewertung funktioniert; wie das Ergebnis gegliedert ist, zeigt die kostenlose Vorschau für Ihre Adresse, und eine fertige österreichische Auswertung liegt als Musterbericht für Wien bereit.

Ein Gutachten ist dieser Bericht nicht. Es kommt niemand vorbei, gemessen wird nichts, gerechnet wird mit Ihren Angaben und mit amtlichen Daten. Für die Frage, wo Ihre Immobilie innerhalb ihres Bundeslands und ihres Bezirks steht, genügt das, und das Ergebnis liegt in etwa zwei Minuten vor Ihnen.

Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich Haus- und Wohnungspreise je Bundesland?

Österreichweit kostet der Quadratmeter in einer Eigentumswohnung mehr als im Haus, 4.162 gegenüber 2.836 Euro. In drei Bundesländern ist es umgekehrt: In Wien, Vorarlberg und im Burgenland liegen die Hauspreise über den Wohnungspreisen. Auch die Rangfolge verschiebt sich. Bei Wohnungen steht Salzburg mit 4.968 Euro vor Tirol mit 4.965 Euro, bei Häusern ist Tirol mit 4.828 Euro das teurere der beiden Länder.

Wo sind Immobilien in Österreich am günstigsten?

Im Burgenland, und zwar in beiden Objektarten: 1.889 Euro je Quadratmeter bei Wohnhäusern und 1.859 Euro bei Eigentumswohnungen. Danach folgt die Steiermark mit 2.421 und 2.750 Euro. Der Abstand zur Bundeshauptstadt ist beträchtlich: Bei Häusern kostet der Quadratmeter in Wien das 2,8-Fache des burgenländischen Werts. Beim Baugrund trennt die beiden Länder sogar der Faktor zehn.

Wo finde ich amtliche Quadratmeterpreise?

In den Immobilien-Durchschnittspreisen von Statistik Austria. Häuser und Wohnungen sind dort je Bezirk in neun Größenkategorien ausgewiesen, Baugrundstücke zusätzlich je Gemeinde; dazu gibt es eine Kartenansicht im STATatlas. Die Werte für 2025 stammen vom 28. Mai 2026 und erscheinen jährlich im Mai. Die Kaufverträge selbst stehen in der Grundstücksdatenbank, die Grundbuch und Kataster umfasst; die Abfrage läuft über Verrechnungsstellen und ist kostenpflichtig.

Wie stark sind die Preise seit 2020 gestiegen?

Bei Wohnhäusern von 2.297 auf 2.836 Euro je Quadratmeter im Österreichschnitt, also um knapp ein Viertel. Am kräftigsten legten die günstigen Länder zu: Kärnten um 38 Prozent, das Burgenland um 34 Prozent. Wien kam auf 11 Prozent und damit auf den geringsten Zuwachs. Für saubere Zeitvergleiche empfiehlt Statistik Austria allerdings den qualitätsbereinigten Häuserpreisindex statt der Durchschnittspreise.

Welches Bundesland hat die teuersten Baugrundstücke?

Wien mit 799 Euro je Quadratmeter Grundfläche, gefolgt von Vorarlberg mit 640, Tirol mit 391 und Salzburg mit 383 Euro. Der Österreichwert liegt bei 135 Euro. Diese Zahlen sind geometrische Mittel, nicht Medianwerte. Statistik Austria weist darauf hin, dass der starke Anstieg seit 2023 teilweise auf eine veränderte Zusammensetzung der beobachteten Transaktionen nach der Zinswende Mitte 2022 zurückgeht.

Ist Wien auch für Mieter das teuerste Bundesland?

Im geregelten Altbausegment nicht. Die gesetzlichen Richtwerte je Quadratmeter liegen ab 1. April 2026 in Vorarlberg bei 10,35 Euro, in Salzburg bei 9,31 und in der Steiermark bei 9,30 Euro; Wien steht mit 6,74 Euro an vorletzter Stelle, nur das Burgenland ist mit 6,15 Euro niedriger. Dafür unterliegt in Wien mit 21 Prozent der höchste Anteil aller Hauptmietwohnungen dem Richtwert.

In welchen Bundesländern sind die Häuserpreise 2025 gesunken?

Nach dem qualitätsbereinigten Häuserpreisindex in Wien mit minus 1,5 Prozent und in Salzburg mit minus 0,6 Prozent gegenüber 2024. Zugelegt haben vor allem die preisgünstigeren Länder: das Burgenland mit plus 8,7 Prozent, Kärnten mit plus 6,5 und die Steiermark mit plus 5,6 Prozent. Die teuersten Bundesländer sind also zugleich jene, in denen der Markt 2025 am schwächsten lief.

Sagt der Bundeslandwert etwas über meine eigene Immobilie?

Nur die Größenordnung. Der Landeswert für Baugrund ist ein geometrisches Mittel und fasst Lagen zusammen, die um den Faktor neun auseinanderliegen: in Niederösterreich den Bezirk Tulln mit 238 Euro je Quadratmeter und den Bezirk Zwettl mit 26 Euro. Für eine konkrete Adresse zählen Bezirkswerte, Vergleichskäufe aus der Nachbarschaft und der Zustand des Objekts.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Zahlen und Regeln tragen das Jahr ihrer Veröffentlichung; die aktuelle Fassung finden Sie in der zitierten Quelle.

Josef Eckmair MBA
Josef Eckmair MBA
Mitgründer von CheckValue · Über 20 Jahre Immobilienerfahrung auf Teneriffa und in Österreich · Geprüft von Christian Eckmair

Josef Eckmair MBA ist Mitgründer von CheckValue (CBDNOL GmbH, Ansfelden, Österreich). Er hat über 20 Jahre Immobilienerfahrung auf Teneriffa und in Österreich und schreibt über Gutachten, Steuern, Verkaufskosten und Bewertungen für Profis.

Artikel von Josef Eckmair →

Quellen

  1. 1
    statisticsDurchschnittliche Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen (Pressemitteilung 14 186-105/26)
    Statistik Austria · 2026
    Veröffentlicht am 28. Mai 2026. Medianpreise 2025 je m² Wohnfläche, Häuser: Österreich 2.836, Wien 5.376, Vorarlberg 5.077, Tirol 4.828, Salzburg 4.766, Oberösterreich 2.905, Niederösterreich 2.653, Kärnten 2.609, Steiermark 2.421, Burgenland 1.889; 2020: Österreich 2.297, Wien 4.833, Vorarlberg 4.247, Tirol 4.000, Salzburg 4.083, Oberösterreich 2.372, Niederösterreich 2.182, Kärnten 1.889, Steiermark 1.926, Burgenland 1.407. Wohnungen 2025: Österreich 4.162, Wien 5.212, Vorarlberg 5.000, Salzburg 4.968, Tirol 4.965, Oberösterreich 3.373, Kärnten 3.260, Niederösterreich 3.089, Steiermark 2.750, Burgenland 1.859; 2020: Österreich 3.625, Wien 4.538, Vorarlberg 4.615, Salzburg 4.175, Tirol 4.114, Niederösterreich 3.000, Oberösterreich 2.975, Kärnten 2.864, Steiermark 2.654, Burgenland 1.643. Bebaubare Grundstücke 2025 (geometrische Mittel) je m² Grundfläche: Österreich 135, Wien 799, Vorarlberg 640, Tirol 391, Salzburg 383, Oberösterreich 139, Niederösterreich 116, Steiermark 90, Kärnten 88, Burgenland 77; 2020: Österreich 74, Wien 577, Vorarlberg 424, Salzburg 218, Tirol 188, Oberösterreich 81, Niederösterreich 69, Kärnten 55, Steiermark 53, Burgenland 45. Gemeinden mit den höchsten Grundstückspreisen: Reith bei Kitzbühel 2.742, Kitzbühel 2.617, Lech 2.108 Euro; Bezirk Tulln 238, Bezirk Zwettl 26, Bezirk Jennersdorf 21 Euro. Begründung für die höheren Wohnungspreise je m²: stärker nachgefragte Lagen in Stadt- und Ortszentren sowie höherer Neubauanteil. Hinweis, dass der Anstieg der Grundstückspreise ab 2023 teils auf eine veränderte Zusammensetzung der Transaktionen seit der Zinswende Mitte 2022 zurückgeht.
    statistik.at ↗
  2. 2
    statisticsImmobilien-Durchschnittspreise: Datengrundlage, Methode und Detailergebnisse
    Statistik Austria · 2026
    Stand 28.05.2026. Ergebnisse für Häuser und Wohnungen auf Bezirksebene in neun Größenkategorien, für Baugrundstücke zusätzlich Gemeindedurchschnitte; drei Tabellen (Häuser-, Wohnungs-, Baugrundstückspreise) als .ods plus PDF-Sammlung und die Kartenansicht im STATatlas. Zur Berechnung des Zieljahres werden die Transaktionen der vier Vorjahre mitberücksichtigt und mit einem Regressionsmodell nach Wohnfläche, Grundfläche, Bauperiode und Lage valorisiert. Zeitreihen ab 2015. Hinweis, dass für Preisvergleiche über die Zeit ein qualitätsbereinigter Preisindex besser geeignet ist.
    statistik.at ↗
  3. 3
    statisticsWohnimmobilien 2025 um 2,6 % teurer (Pressemitteilung 14 142-061/26)
    Statistik Austria · 2026
    Veröffentlicht am 26. März 2026. Häuserpreisindex 2025 gegenüber 2024 plus 2,6 Prozent (neuer Wohnraum plus 2,9, bestehender plus 2,5); Zahl der Wohnimmobilienkäufe plus 18,3 Prozent, stärkster Anstieg seit mehr als einem Jahrzehnt. Häuserpreise nach Bundesland 2025 gegenüber 2024: Burgenland plus 8,7, Kärnten plus 6,5, Steiermark plus 5,6, Oberösterreich plus 4,1, Niederösterreich plus 2,6, Tirol plus 2,4, Vorarlberg plus 0,7, Salzburg minus 0,6, Wien minus 1,5 Prozent. Eigentumswohnungen: Tirol plus 4,3, Oberösterreich plus 3,6, Steiermark plus 3,0, Niederösterreich plus 1,9, Wien plus 1,8, Kärnten plus 0,7, Vorarlberg minus 0,1, Salzburg minus 0,8 Prozent; unter den Landeshauptstädten stiegen die Wohnungspreise in Linz mit plus 6,3 Prozent am stärksten. Preisindex für selbstgenutzten Wohnraum (OOH) 2025 plus 2,0 Prozent.
    statistik.at ↗
  4. 4
    statisticsHäuserpreisindex und OOH PI, Ergebnisse zum 2. Quartal 2026
    Statistik Austria · 2026
    Stand 23.09.2026. Quartalsindex aus den im Grundbuch erfassten Kaufverträgen mit privaten Haushalten als Käufern, Teilindizes für neuen und bestehenden Wohnraum sowie für Häuser und Wohnungen; Rechtsgrundlagen BGBl. II Nr. 177/2019 sowie die EU-Verordnungen 2016/792 und 2023/1470. Vorläufige Werte für das 2. Quartal 2026 auf Basis 2025: Gesamtindex 105,00 und damit 5,1 Prozent über dem Vorjahresquartal, bestehender Wohnraum 105,27, neuer Wohnraum 104,13 (plus 4,9 Prozent).
    statistik.at ↗
  5. 5
    officialValorisierung nach dem Richtwertgesetz und dem Mietrechtsgesetz, wirksam ab 1. April 2026
    Statistik Austria · 2026
    Veröffentlichung gemäß § 5 Abs. 2 Richtwertgesetz, BGBl. Nr. 800/1993 in der Fassung BGBl. I Nr. 114/2025. Richtwerte je Quadratmeter ab 1.4.2026 (Vorwert 1.4.2023 bis 31.3.2026 in Klammern): Vorarlberg 10,35 (10,25), Salzburg 9,31 (9,22), Steiermark 9,30 (9,21), Tirol 8,22 (8,14), Kärnten 7,89 (7,81), Oberösterreich 7,30 (7,23), Niederösterreich 6,92 (6,85), Wien 6,74 (6,67), Burgenland 6,15 (6,09). Die Richtwerte durften sich am 1. April 2026 um höchstens ein Prozent und dürfen sich am 1. April 2027 um höchstens zwei Prozent erhöhen; ab 1. April 2028 wird der drei Prozentpunkte übersteigende Teil der Jahresveränderung des Verbraucherpreisindex nur zur Hälfte berücksichtigt. Zusätzlich die valorisierten Beträge nach § 16 Abs. 5 MRG und weiteren Bestimmungen des MRG, BGBl. Nr. 520/1981 in der Fassung BGBl. I Nr. 114/2025.
    statistik.at ↗
  6. 6
    statisticsWohnungsmieten im 4. Quartal 2025 gestiegen (Pressemitteilung 14 136-055/26)
    Statistik Austria · 2026
    Hochgerechnet auf rund 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich. Im 4. Quartal 2025 durchschnittlich 10,4 Euro je Quadratmeter inklusive Betriebskosten (686,8 Euro je Wohnung), 1,6 Prozent über dem Vorquartal und 4,6 Prozent über dem 4. Quartal 2024; Betriebskosten 2,6 Euro je Quadratmeter. Österreichweit unterliegen 13,4 Prozent der Hauptmietwohnungen dem Richtwertmietzins, 1,3 Prozent dem Kategoriemietzins, 31,2 Prozent sind private Mietverhältnisse am freien Markt, knapp 40 Prozent Genossenschafts- und rund 15 Prozent Gemeindewohnungen. Im Bundesländervergleich hat Wien mit 21,0 Prozent den höchsten Anteil an Richtwertmietzinswohnungen und mit 22,0 Prozent den niedrigsten Anteil privater Mietverhältnisse am freien Markt; Steiermark 11,4 Prozent Richtwertanteil; höchste Anteile privater Mietverhältnisse in Vorarlberg 55,4, Tirol 52,0 und Salzburg 48,0 Prozent. Ab 2026 veröffentlicht Statistik Austria die Richtwerte und Kategoriebeträge jeweils zum 1. April.
    statistik.at ↗
  7. 7
    statisticsWohnkosten: Quartalsergebnisse der Mikrozensus-Wohnungserhebung
    Statistik Austria · 2026
    Stand 08.09.2026: im 2. Quartal 2026 durchschnittlich 10,5 Euro Miete je Quadratmeter inklusive Betriebskosten (plus 0,4 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2026) und 694,7 Euro je Wohnung. Datenquelle ist die Mikrozensus-Wohnungserhebung; die Seite verweist zusätzlich auf die Tabelle Miete und Betriebskosten je Quadratmeter für Hauptmietwohnungen nach Bundesland.
    statistik.at ↗
  8. 8
    lawLiegenschaftsbewertungsgesetz (LBG), BGBl. Nr. 150/1992, §§ 1, 2 und 4
    RIS, Bundeskanzleramt Österreich · 2026
    Fassung vom 10.10.2026. § 1: Das Gesetz gilt für die Ermittlung des Wertes von Liegenschaften, Liegenschaftsteilen und Überbauten in allen gerichtlichen Verfahren. § 2 Abs. 1: Sofern durch Gesetz oder Rechtsgeschäft nichts anderes bestimmt wird, ist der Verkehrswert der Sache zu ermitteln; Abs. 2 definiert den Verkehrswert als den Preis, der bei einer Veräußerung der Sache üblicherweise im redlichen Geschäftsverkehr für sie erzielt werden kann. § 4: Im Vergleichswertverfahren ist der Wert durch Vergleich mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen vergleichbarer Sachen zu ermitteln; Abweichungen und Änderungen der Marktlage sind durch Zu- oder Abschläge zu berücksichtigen.
    ris.bka.gv.at ↗
  9. 9
    officialGrundstücksdatenbank: Grundbuch und Kataster
    Bundesministerium für Justiz · 2026
    Die Grundstücksdatenbank umfasst Grundbuch und Kataster und verknüpft die Daten beider Bereiche; der öffentliche Zugang erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz über Verrechnungsstellen, seit 1999 ist die Abfrage im Internet möglich und kostenpflichtig. Beglaubigte Abschriften stellen nur Bezirksgerichte, Notariate, Vermessungsämter und befugte Ziviltechniker aus.
    justiz.gv.at ↗

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