Die Frage nach dem teuersten Bezirk hat eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze lautet: erster Bezirk. Die lange beginnt dort, wo die amtliche Tabelle aufhört, nämlich bei Häusern, bei Baugrundstücken und bei der einen Kategorie, in der ein anderer Bezirk die Innere Stadt überholt. Dieser Beitrag nennt die Zahlen für alle 23 Bezirke aus der jüngsten Veröffentlichung von Statistik Austria, zeigt, woher sie kommen, und sagt am Ende, was der Bezirksrang für eine konkrete Adresse bedeutet und was nicht.
Die Innere Stadt in Zahlen: 7.077 bis 9.477 Euro je Quadratmeter
Statistik Austria veröffentlicht die Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen nach Bezirk, drei Größenklassen und drei Bauperioden, getrennt für Objekte ohne und mit Balkon, Terrasse oder Garten. Für den 1. Bezirk stehen dort ohne Freifläche 7.077 Euro je Quadratmeter für Baujahre bis 1960, 8.287 Euro für 1961 bis 1990 und 9.477 Euro ab 1991; mit Freifläche sind es für den Altbau 9.320 Euro1. Das sind die höchsten Bezirkswerte der Stadt, und zwar mit großem Abstand: In der Bauperiode 1961 bis 1990 liegt der zweitplatzierte Bezirk, die Josefstadt, um mehr als 3.000 Euro je Quadratmeter darunter1.
Zwei Eigenheiten muss man beim 1. Bezirk mitlesen. Erstens erscheint pro Bauperiode nur ein einziger Wert statt drei: Statistik Austria verzichtet hier wegen der geringen Zahl an Transaktionen auf die Unterteilung nach Wohnfläche1. Dieselbe Zeile trägt eine zweite Fußnote, nach der für Wohnungen ab 1991 die Durchschnittspreise der Kategorie 1961 bis 1990 eingesetzt sind; die veröffentlichten Zellen weisen dort trotzdem 9.477 statt 8.287 Euro aus1. Die Innere Stadt ist der kleinste Wiener Bezirk, am 1. Jänner 2025 mit 16.281 Einwohnern gegenüber 228.158 in der Donaustadt8; wo wenig Wohnraum steht, wird wenig verkauft, und wo wenig verkauft wird, lassen sich keine neun Kategorien mehr sauber besetzen. Zweitens gibt es für den 1. Bezirk weder eine Hauspreiszeile noch einen Grundstückspreis, weil beide Tabellen nur zwölf Wiener Bezirke abdecken34.
Ein Detail für Genaue: Der höchste Einzelwert der ganzen Wiener Wohnungstabelle steht nicht im 1. Bezirk, sondern auf der Wieden. Für Wohnungen ab Baujahr 1991 mit Freifläche und weniger als 54 m² weist Statistik Austria dort 10.209 Euro je Quadratmeter aus, gegenüber 9.477 Euro in der Inneren Stadt1. Das ist eine kleine, neu gebaute Nische mit wenigen Verträgen. In allen übrigen 17 Kategorien führt der 1. Bezirk.
Welche Bezirke folgen auf die Innere Stadt?
Ein Ranking braucht eine Kategorie, sonst vergleicht man Dachgeschoßneubau mit Gründerzeitwohnung. Die folgende Reihung nimmt den Wiener Gründerzeitbestand, also Baujahr bis 1960, in der mittleren Größenklasse von 54 bis 77 m². Gereiht ist nach der Spalte ohne Freifläche; die letzte Spalte zeigt dieselbe Klasse mit Balkon, Terrasse oder Garten, wo die Reihenfolge leicht abweicht1.
| Rang | Bezirk | Euro/m² ohne Freifläche | Euro/m² mit Freifläche |
|---|---|---|---|
| 1 | 1., Innere Stadt | 7.077 | 9.320 |
| 2 | 8., Josefstadt | 5.797 | 6.469 |
| 3 | 9., Alsergrund | 5.549 | 6.660 |
| 4 | 6., Mariahilf | 5.445 | 6.751 |
| 5 | 4., Wieden | 5.397 | 7.205 |
| 6 | 7., Neubau | 5.110 | 6.272 |
| 7 | 19., Döbling | 5.036 | 6.330 |
| 8 | 3., Landstraße | 4.814 | 6.682 |
| 9 | 2., Leopoldstadt | 4.630 | 6.064 |
| 10 | 5., Margareten | 4.476 | 6.616 |
| 11 | 18., Währing | 4.470 | 6.119 |
| 12 | 13., Hietzing | 4.300 | 5.454 |
| 13 | 14., Penzing | 3.827 | 5.570 |
| 14 | 20., Brigittenau | 3.812 | 5.521 |
| 15 | 12., Meidling | 3.795 | 5.802 |
| 16 | 15., Rudolfsheim-Fünfhaus | 3.763 | 5.379 |
| 17 | 17., Hernals | 3.760 | 5.641 |
| 18 | 22., Donaustadt | 3.653 | 4.860 |
| 19 | 16., Ottakring | 3.551 | 5.330 |
| 20 | 23., Liesing | 3.251 | 4.076 |
| 21 | 21., Floridsdorf | 3.169 | 4.299 |
| 22 | 11., Simmering | 3.048 | 4.197 |
| 23 | 10., Favoriten | 3.024 | 4.225 |
Auffällig ist, wie dicht die Plätze zwei bis sieben beieinanderliegen: zwischen Josefstadt und Döbling liegen 761 Euro je Quadratmeter, während die Innere Stadt allein 1.280 Euro über dem Zweiten steht1. Wer also „zweitteuerster Bezirk“ hört, sollte nachfragen, welche Bauperiode gemeint war: Ab Baujahr 1991 rutscht die Wieden mit 7.139 Euro auf Platz zwei, und in der Klasse mit Freifläche ab 1991 schiebt sich Döbling mit 8.412 Euro vor die Josefstadt1. Die Rangliste ist beweglich, der erste Platz nicht.
Wo ist Wien am günstigsten?
Am unteren Ende der Tabelle stehen dieselben vier Bezirke, fast unabhängig von der gewählten Kategorie: Favoriten, Simmering, Floridsdorf und Liesing. Der niedrigste Einzelwert aller Wiener Kategorien beträgt 2.773 Euro je Quadratmeter und gilt für große Altbauwohnungen ohne Freifläche in Simmering1. In der Bauperiode ab 1991 tauschen die beiden letzten Plätze: Dort steht Simmering mit 3.606 Euro unter Favoriten mit 4.354 Euro1.
Der Abstand zwischen oben und unten ist größer, als die meisten schätzen. In der Altbauklasse ohne Freifläche kostet der Quadratmeter in der Inneren Stadt das 2,3-Fache des Wertes in Simmering1. Dieselbe Stadt, dieselbe U-Bahn-Linie U3, mehr als der doppelte Preis.
Häuser und Baugrundstücke: hier liegen Döbling und Währing vorn
Beim Einfamilienhaus dreht sich die Rangliste, und zwar ganz. Für Häuser auf großen Grundstücken mit Baujahr bis 1960 weist Statistik Austria in Döbling 18.475 Euro je Quadratmeter Wohnfläche aus, in Währing 13.459 Euro und in Hietzing 12.642 Euro für Häuser unter 100 m² Wohnfläche3. Diese Zahlen schockieren beim ersten Lesen, sind aber leicht erklärt: Der Preis wird auf die Wohnfläche bezogen, obwohl ein großes Grundstück mitgekauft wird. Ein kleines Haus auf einem großen Döblinger Grundstück erzeugt deshalb einen gewaltigen Quadratmeterpreis, ohne dass das Gebäude selbst besonders wertvoll wäre. Wie man Boden und Gebäude trennt, steht im Beitrag zum Quadratmeterpreis und seinen Fallen.
Sauberer vergleichbar sind die Baugrundstückspreise. Hier führt Währing mit einem Bezirksdurchschnitt von 2.181,40 Euro je Quadratmeter, gefolgt von Döbling mit 1.756,00 und Hietzing mit 1.163,60 Euro; am günstigsten sind Floridsdorf mit 669,60 und Favoriten mit 730,70 Euro, dahinter die Donaustadt mit 801,60 Euro4. Auch diese Tabelle kennt nur zwölf Bezirke, weil in den dicht bebauten Innenbezirken kaum unbebaute Grundstücke den Besitzer wechseln4.
Wenn mich jemand nach dem teuersten Bezirk fragt, frage ich zurück, ob er eine Wohnung, ein Haus oder einen Baugrund meint. Bei Wohnungen heißt die Antwort erster Bezirk, bei Häusern und Gründen plötzlich Döbling und Währing. Die meisten Diskussionen am Tisch entstehen, weil zwei Leute dieselbe Frage mit zwei verschiedenen Objektarten im Kopf stellen.
Wie unterscheiden sich Angebots- und Kaufpreise je Bezirk?
Die amtlichen Bezirkswerte stammen aus Käufen von Privathaushalten, also aus beurkundeten Verträgen2. Preiskarten auf Portalen und in Medien rechnen dagegen überwiegend mit Inseraten. Ein Inserat ist die Forderung des Verkäufers am ersten Tag, ein Vertrag das Ergebnis nach Besichtigungen und Verhandlung; dazwischen liegt der gesamte Verhandlungsspielraum. Im 1. Bezirk fällt das stärker auf als sonstwo, weil dort schon wenige hochpreisige Angebote einen Durchschnitt deutlich nach oben ziehen: Mit 16.281 Einwohnern ist es der kleinste Bezirk der Stadt8.
Dazu kommt die Zeitachse. Statistik Austria zieht die Verträge aus fünf Jahren zusammen und hebt die älteren mit einem Regressionsmodell auf das aktuelle Preisniveau, unter Berücksichtigung von Wohnfläche, Grundfläche, Bauperiode und Lage2. Ein Bezirkswert ist deshalb kein Momentwert, sondern ein geglätteter Fünfjahresschnitt. Wie weit dieser Schnitt dem laufenden Markt nachhängt, verrät der Häuserpreisindex: Statistik Austria nennt für das 2. Quartal 2026 vorläufig 105,00 Punkte auf Basis 2025, ein Plus von 5,1 Prozent binnen eines Jahres6. Wer einen Bezirkswert in eine heutige Verhandlung mitnimmt, sollte diese Bewegung dazurechnen.
| Datenart | Grundlage | Was sie beantwortet |
|---|---|---|
| Immobilien-Durchschnittspreise, Bezirk | Kaufverträge von Privathaushalten, fünf Jahre, valorisiert2 | Das Preisniveau einer Kategorie in einem Bezirk |
| Häuserpreisindex | Preisentwicklung gesamt Österreich, quartalsweise6 | Wie sich Preise seit dem Vorquartal bewegt haben |
| Immobilienpreisspiegel der WKÖ | Erhebung des Fachverbands, 91.000 Transaktionen 20257 | Ein zweiter, unabhängig erhobener Vergleichswert |
| Angebotsdaten aus Inseraten | Veröffentlichte Forderungen | Was Verkäufer derzeit verlangen |
Beispiel: 70 Quadratmeter im 1. und im 11. Bezirk
Ein Rechenbeispiel mit erfundenen Objekten und amtlichen Werten. Zwei Altbauwohnungen mit je 70 m², Baujahr vor 1960, beide mit Balkon, eine in der Inneren Stadt, eine in Simmering.
| Innere Stadt | Simmering | |
|---|---|---|
| Amtlicher Wert je m², bis 1960, mit Freifläche1 | 9.320 Euro | 4.197 Euro |
| Rechnerischer Wert für 70 m² | 652.400 Euro | 293.790 Euro |
| Derselbe Vergleich ohne Balkon1 | 495.390 Euro | 213.360 Euro |
Der Unterschied beträgt 358.610 Euro, der Wert im 1. Bezirk liegt also bei mehr als dem Doppelten, und dieser Abstand entsteht ausschließlich aus der Adresse. Der Balkon ist in diesem Beispiel im 1. Bezirk 157.010 Euro wert, in Simmering 80.430 Euro: Dieselbe Ausstattung schlägt im teureren Bezirk stärker durch, weil der Zuschlag prozentual auf ein höheres Niveau wirkt. Welche Merkmale Wert hinzufügen und welche ihn kosten, behandelt der Beitrag zur Wertsteigerung und Wertminderung.
Wo finde ich die amtlichen Bezirkspreise?
Suchen Sie bei Statistik Austria nach der Veröffentlichung „Immobilien-Durchschnittspreise“. Zum Herunterladen liegen drei Tabellen bereit, jede mit einem eigenen Blatt für Wien: Wohnungspreise, Häuserpreise, Baugrundstückspreise, daneben eine Kartenansicht und eine PDF-Sammlung2. Die Werte für 2025 wurden am 28. Mai 2026 erstellt, die Veröffentlichung erfolgt jährlich im Mai1. Ein zweites, unabhängig erhobenes Preisbild liefert der Immobilienpreisspiegel des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer, der für 2025 von 91.000 Transaktionen in Österreich berichtet und für den Wiener Zinshausmarkt 348 Verträge mit einem Volumen über einer Milliarde Euro nennt7. Welche Datenquelle wofür taugt, ordnet der Beitrag über Preisspiegel, Index und amtliche Datenquellen ein.
Die Bezirkstabellen sind mehr als Statistik. Wird der Grundstückswert aus einem Immobilienpreisspiegel abgeleitet, sind für Erwerbsvorgänge mit Steuerschuld nach dem 31. Dezember 2016 ausschließlich die zuletzt veröffentlichten Immobiliendurchschnittspreise von Statistik Austria heranzuziehen; der Grundstückswert beträgt dann 71,25 Prozent des ermittelten Wertes5. Anwendbar ist die Tabelle nur, wenn das Objekt mit den Kategorien der Tabelle übereinstimmt, also bei Größenklasse, Bauperiode und Freifläche tatsächlich passt5. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was der Bezirksrang über Ihre eigene Wohnung sagt
Er setzt den Anker, mehr nicht. Ein Bezirkswert ist ein geometrisches Mittel über die Verträge mehrerer Jahre1 und weiß nichts über Stockwerk, Lift, Hoflage, Lärm, Grundriss oder das Bad von 1974. Wie weit die Werte innerhalb eines einzigen Bezirks auseinandergehen, zeigt die amtliche Tabelle selbst: In Favoriten reichen die Altbauwerte von 2.793 Euro für große Wohnungen ohne Freifläche bis 4.672 Euro für kleine Wohnungen mit Balkon, ein Unterschied von 67 Prozent1. Das ist mehr als der Sprung zu manchem Nachbarbezirk. Deshalb lohnt der Weg vom Bezirksdurchschnitt zur Adresse, wie ihn der Leitfaden Was ist mein Haus wert beschreibt.
Für genau diesen Schritt ist der CheckValue-Bericht gemacht. Neben dem Wert Ihrer Adresse stehen der Durchschnitt Ihres Bezirks und der amtliche Preisindex, sodass Sie ablesen, ob Ihr Objekt über, unter oder auf dem Niveau seiner Kategorie liegt und wohin sich dieses Niveau zuletzt bewegt hat. Wie das für eine Wiener Adresse aussieht, zeigt der Musterbericht für Wien; den Aufbau für Ihre eigene Adresse sehen Sie in der kostenlosen Vorschau, die Werte selbst nach dem Kauf.
Was der Bericht nicht ist: ein Gutachten. Niemand betritt die Wohnung, niemand misst nach, gerechnet wird mit den Angaben, die Sie eingeben. Für Gericht, Finanzamt oder eine Bankfinanzierung braucht es weiterhin eine Bewertung durch eine befugte Person. Für die Frage, wo Ihre Wohnung in ihrem Bezirk steht und ob ein Angebot plausibel ist, reicht der Vergleich mit den amtlichen Kategorien, und der liegt in etwa zwei Minuten vor Ihnen.
Häufige Fragen
Welche Bezirke folgen auf die Innere Stadt?
In der klassischen Altbauklasse (Baujahr bis 1960, 54 bis 77 m², ohne Freifläche) folgen auf den 1. Bezirk die Josefstadt mit 5.797 Euro, der Alsergrund mit 5.549 Euro, Mariahilf mit 5.445 Euro, die Wieden mit 5.397 Euro und Neubau mit 5.110 Euro je Quadratmeter. Die Reihenfolge dahinter wechselt je nach Bauperiode und Größenklasse, der erste Platz der Inneren Stadt bleibt in fast jeder Kategorie unverändert.
Wo ist Wien am günstigsten?
Am unteren Ende der amtlichen Tabelle stehen Favoriten, Simmering, Floridsdorf und Liesing. In der Altbauklasse 54 bis 77 m² ohne Freifläche kostete der Quadratmeter 2025 in Favoriten 3.024 Euro, in Simmering 3.048 Euro, in Floridsdorf 3.169 Euro und in Liesing 3.251 Euro. Der niedrigste Einzelwert aller Wiener Kategorien liegt bei 2.773 Euro: große Altbauwohnungen ohne Freifläche in Simmering.
Wie unterscheiden sich Angebots- und Kaufpreise je Bezirk?
Die amtlichen Bezirkswerte beruhen auf Käufen von Privathaushalten, also auf beurkundeten Verträgen. Portale und Preiskarten rechnen dagegen meist mit Inseraten, und ein Inserat nennt die Forderung vor der Verhandlung. Dazu kommt der Zeitversatz: Statistik Austria zieht Transaktionen aus fünf Jahren zusammen und hebt die älteren per Regressionsmodell auf das aktuelle Niveau. Beide Zahlenreihen messen also Verschiedenes.
Wo finde ich die amtlichen Bezirkspreise?
Bei Statistik Austria unter Immobilien-Durchschnittspreise. Dort liegen drei Tabellen zum Herunterladen: Wohnungspreise, Häuserpreise und Baugrundstückspreise, jeweils mit einem eigenen Blatt für Wien und seine Bezirke, dazu eine Kartenansicht und eine PDF-Sammlung. Die Tabellen erscheinen jährlich im Mai; die Werte für 2025 wurden am 28. Mai 2026 erstellt.
In welchem Bezirk sind Häuser in Wien am teuersten?
In Döbling. Für Häuser auf großen Grundstücken mit Baujahr bis 1960 weist Statistik Austria dort 18.475 Euro je Quadratmeter Wohnfläche aus, gefolgt von Währing mit 13.459 Euro und Hietzing mit 12.642 Euro für Häuser unter 100 m² Wohnfläche. Die Hauspreistabelle umfasst allerdings nur zwölf Wiener Bezirke; für die Innere Stadt und die übrigen innerstädtischen Bezirke gibt es zu wenige Hauskäufe.
Welcher Wiener Bezirk hat die teuersten Baugrundstücke?
Währing, mit einem Bezirksdurchschnitt von 2.181,40 Euro je Quadratmeter Baugrundstück. Dahinter liegen Döbling mit 1.756,00 Euro und Hietzing mit 1.163,60 Euro. Am unteren Ende stehen Floridsdorf mit 669,60 Euro, Favoriten mit 730,70 Euro und Donaustadt mit 801,60 Euro. Auch diese Tabelle deckt nur die zwölf Bezirke ab, in denen genügend Grundstücke verkauft werden.
Sagt der Bezirksrang etwas über den Wert meiner eigenen Wohnung?
Nur die Richtung. Ein Bezirksdurchschnitt ist ein geometrisches Mittel über die Verträge mehrerer Jahre und kennt weder Ihr Stockwerk noch Ihren Zustand, Ihre Aussicht oder Ihren Grundriss. Wie breit die Streuung innerhalb eines Bezirks ist, zeigt die Tabelle selbst: In Favoriten reichen die Altbauwerte von 2.793 bis 4.672 Euro je Quadratmeter. Der Bezirkswert ist der Anker, die konkrete Wohnung entscheidet den Rest.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Zahlen und Regeln tragen das Jahr ihrer Veröffentlichung; die aktuelle Fassung finden Sie in der zitierten Quelle.
Quellen
- 1statisticsWohnungspreise 2025, Blatt Wien (Durchschnittspreise Eigentumswohnungen nach Bezirk, Größenklasse und Bauperiode)Statistik Austria · 2026Tabelle erstellt am 28.05.2026, Datenbasis 2021 bis 2025, Preise in Euro je m² Wohnfläche, geometrische Mittel. Innere Stadt 7.077 (bis 1960), 8.287 (1961 bis 1990) und 9.477 Euro (ab 1991) ohne Freifläche, 9.320 Euro mit Freifläche bis 1960; niedrigster Wiener Wert 2.773 Euro (Simmering, bis 1960, über 77 m², ohne Freifläche); höchster Einzelwert 10.209 Euro (Wieden, ab 1991, unter 54 m², mit Freifläche). Die Zeile der Inneren Stadt trägt die Fußnoten 3 und 4: keine Kategorisierung nach Wohnflächen; für Wohnungen nach 1991 sind laut Fußnote Durchschnittspreise der Kategorie 1961 bis 1990 eingesetzt, die veröffentlichten Zellen weichen davon ab (9.477 gegenüber 8.287 Euro).statistik.at ↗
- 2statisticsImmobilien-Durchschnittspreise (Methode, Datengrundlage und Detailergebnisse)Statistik Austria · 2026Datengrundlage sind die von Privathaushalten getätigten Käufe von Häusern, Wohnungen und Grundstücken; Ergebnisse auf Bezirksebene in neun Größenkategorien, bei Grundstücken auch Gemeindedurchschnitte. Zur Berechnung des Zieljahres werden die Transaktionen der vier Vorjahre mitberücksichtigt, ein Regressionsmodell valorisiert sie unter Berücksichtigung von Wohnflächen, Grundflächen, Bauperioden und Lage. Median 2025: Wohnungen 4.162 Euro/m², Wohnhäuser 2.836 Euro/m².statistik.at ↗
- 3statisticsHäuserpreise 2025, Blatt Wien (Durchschnittspreise für Häuser nach Grundstückskategorie)Statistik Austria · 2026Erstellt am 28.05.2026, Datenbasis 2021 bis 2025, Euro je m² Wohnfläche. Das Wien-Blatt enthält nur die Bezirke 10 bis 14, 16 bis 19 und 21 bis 23. Kategorie C (große Grundstücke), Baujahr bis 1960: Döbling 18.475, Währing 13.459, Hietzing 12.642 Euro (bei Hietzing die Spalte unter 100 m², daneben 9.404 und 7.935 Euro). Döbling und Währing werden wegen geringer Transaktionszahl nicht nach Wohnfläche kategorisiert; für Hietzing entfällt die Unterteilung erst ab Bauperiode 1991.statistik.at ↗
- 4statisticsBaugrundstückspreise 2025, Blatt Wien (Durchschnittspreise je Quadratmeter Baugrundstück)Statistik Austria · 2026Erstellt am 28.05.2026, geometrische Mittel, Datenbasis 2021 bis 2025. Bezirksdurchschnitte Wien, absteigend: Währing 2.181,40, Döbling 1.756,00, Hietzing 1.163,60, Ottakring 1.036,00, Hernals 1.000,90, Penzing 958,00, Meidling 856,10, Simmering 850,50, Liesing 826,60, Donaustadt 801,60, Favoriten 730,70, Floridsdorf 669,60 Euro je m². Nur zwölf Bezirke ausgewiesen.statistik.at ↗
- 5lawGrundstückswertverordnung (GrWV), § 3: Ermittlung anhand eines geeigneten ImmobilienpreisspiegelsRIS, Bundeskanzleramt Österreich · 2026§ 3 Abs. 2: Für Erwerbsvorgänge mit Steuerschuld nach dem 31. Dezember 2016 sind ausschließlich die zuletzt veröffentlichten Immobiliendurchschnittspreise der Bundesanstalt Statistik Österreich heranzuziehen; sie dürfen nur angewendet werden, wenn das Grundstück mit den Kategorien der Tabellen übereinstimmt. Der Grundstückswert beträgt 71,25 % des ermittelten Wertes. Verordnung auf Grund des § 4 Abs. 1 GrEStG 1987, StF BGBl. II Nr. 442/2015, geändert durch BGBl. II Nr. 291/2019.ris.bka.gv.at ↗
- 6statisticsHäuserpreisindex und OOH PI, 2. Quartal 2026Statistik Austria · 2026Veröffentlicht am 23.09.2026, vorläufige Werte auf Basis 2025: Häuserpreisindex gesamt 105,00 und damit 5,1 % über dem 2. Quartal 2025; bestehender Wohnraum 105,27, neuer Wohnraum 104,13 (plus 4,9 %).statistik.at ↗
- 7statisticsWKÖ-Immobilienpreisspiegel 2026 (37. Ausgabe)Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder · 2026Stand 24.03.2026: 91.000 Immobilientransaktionen in Österreich 2025 (plus 8,98 %). Zum Wiener Zinshausmarkt 348 registrierte Transaktionen 2025, 19 % mehr als 2024, Transaktionsvolumen erstmals seit 2022 über einer Milliarde Euro.wko.at ↗
- 8officialBevölkerungsstand Wien, Tabelle Bevölkerung nach Gemeindebezirken seit 2002Stadt Wien, Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) · 2026Zum 1. Jänner 2025 hatte die Innere Stadt 16.281 Einwohnerinnen und Einwohner und war damit der kleinste Wiener Bezirk; Donaustadt 228.158, Favoriten 223.190, Wien insgesamt 2.028.289. Zum 1. Jänner 2026 weist die Stadt 2.040.914 Einwohner aus.wien.gv.at ↗





