Wer seine Adresse in eine Preiskarte tippt, erwartet eine Zahl für sein Haus und bekommt eine Zahl für seinen Bezirk. Das ist kein Fehler der Karte, sondern ihr Zweck: Sie verdichtet hunderte Kaufverträge zu einem Farbton, damit man Regionen vergleichen kann. Für die Frage, was das eigene Haus wert ist, taugt sie als Rahmen und als Plausibilitätsprüfung, nicht als Ergebnis. Dieser Beitrag zeigt, welche Karten es in Österreich, Deutschland und der Schweiz wirklich gibt, woher ihre Zahlen stammen, wie weit ein einzelnes Haus vom Bezirkswert abweicht und woran Sie eine Inseratskarte von einer Kaufpreiskarte unterscheiden. Den Weg von der Bezirkszahl zum Hauswert mit allen Methoden beschreibt der große Leitfaden Was ist mein Haus wert?.
Welche Preiskarten gibt es für Österreich, Deutschland und die Schweiz?
| Karte oder Tabelle | Herausgeber | Ebene | Was sie zeigt | Datenbasis |
|---|---|---|---|---|
| Immobilien-Durchschnittspreise im STATatlas | Statistik Austria | Häuser und Wohnungen je Bezirk, Baugrund bis zur Gemeinde1 | Durchschnittspreis je m² in neun Größenklassen1 | Kaufverträge privater Haushalte aus dem Grundbuch, fünf Jahre2 |
| Immobilienpreisspiegel | Wirtschaftskammer Österreich (Fachverband Immobilientreuhänder) | Bezirk3 | Über 11.000 Werte für acht Objektarten, gedruckt um 59 Euro netto3 | Auswertung durch ZT datenforum eGen; Methodik auf der WKO-Seite nicht ausgewiesen3 |
| BORIS-D | Gutachterausschüsse mehrerer Bundesländer, IT.NRW | Richtwertzone4 | Bodenrichtwert je m² Grund, ohne Gebäude5 | Kaufpreissammlung der Gutachterausschüsse5 |
| Immobilienrichtwerte in BORIS.NRW | Gutachterausschüsse in Nordrhein-Westfalen | Lagezone6 | Lagewert je m² Wohnfläche für ein Normobjekt: Eigentumswohnung, Ein- oder Zweifamilienhaus6 | Kaufpreise des jeweiligen Ausschusses6 |
| Wohneigentumspreise nach Gemeinden | Statistisches Amt des Kantons Zürich | Gemeinde, Bezirk, Raumplanungsregion7 | Mittlerer Preis verkaufter Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in Franken7 | Beim Grundbuchamt registrierte Preise7 |
| IMPI | Bundesamt für Statistik | Schweiz und Gemeindetypen8 | Indexpunkte, keine Karte, kein Preisniveau8 | Preisentwicklung von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen8 |
| Heatmaps der Portale | Immobilienportale, Maklerplattformen | Rasterzelle, Postleitzahl, Straße | Angebotspreis je m² | Inserate, siehe unten |
Die Tabelle zeigt das Muster: Je amtlicher die Quelle, desto gröber die Ebene, und je feiner die Karte, desto eher stammen die Farben aus Inseraten statt aus Kaufverträgen. Eine Karte, die beides bietet, Adresse und Kaufpreis, gibt es in keinem der drei Länder öffentlich; der einzelne Kaufvertrag liegt in der Urkundensammlung des Grundbuchs, und wie man ihn dort findet, beschreibt der Beitrag über Vergleichskäufe aus dem Grundbuch.
Was die Karte von Statistik Austria zeigt und woher die Zahlen kommen
Die Karte Immobilien-Durchschnittspreise ist auf der gleichnamigen Seite von Statistik Austria als STATatlas eingebettet, und die Pressemitteilung zur Ausgabe 2025 verweist ausdrücklich auf die interaktiven Karten und Diagramme dort12. Grundlage sind die von privaten Haushalten gezahlten Transaktionspreise, ausgelesen aus den im Grundbuch gespeicherten Kaufverträgen; Käufe zu Freundschaftspreisen oder mit Subventionen bleiben nach Möglichkeit draußen2. Damit die Werte je Bezirk nicht von einem einzelnen Jahr abhängen, fließen die Transaktionen von 2021 bis 2025 ein, mit einem Regressionsmodell für Unterschiede in Wohnfläche, Grundfläche, Bauperiode und Lage auf das Preisniveau 2025 gehoben; gerechnet wird mit geometrischen Mitteln, damit wenige sehr teure Verkäufe das Bild nicht verzerren2.
Was auf der Karte als ein Farbton je Bezirk erscheint, ist in den Tabellen dahinter für Häuser in drei Grundstückskategorien, drei Bauperioden und drei Wohnflächenklassen zerlegt, für Baugrundstücke reicht die Gliederung bis zur Gemeinde1. Die Zahlen für 2025: Der österreichische Median lag bei 2.836 Euro je Quadratmeter Wohnfläche für Häuser und 4.162 Euro für Wohnungen, bebaubarer Grund kostete im geometrischen Mittel 135 Euro je Quadratmeter2. Zwischen den Bundesländern liegt fast ein Faktor drei: Häuser in Wien 5.376 Euro, Vorarlberg 5.077, Tirol 4.828, Salzburg 4.766, Oberösterreich 2.905, Niederösterreich 2.653, Kärnten 2.609, Steiermark 2.421, Burgenland 1.889 Euro2. Beim Baugrund wird die Spreizung extrem: Reith bei Kitzbühel 2.742 Euro, Tulln 238, Zwettl 26, Jennersdorf 21 Euro je Quadratmeter, und Statistik Austria schreibt selbst dazu, dass in den Spitzenorten wenige sehr teure Transaktionen die Preise treiben2.
Die Tabellen haben eine zweite Aufgabe: Nach der Grundstückswertverordnung dienen die Durchschnittspreise von Statistik Austria als Grundlage für die Grunderwerbsteuer bei unentgeltlichem Erwerb, also bei Erbschaft und Schenkung1. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Für Zeitvergleiche empfiehlt Statistik Austria nicht die Karte, sondern den qualitätsbereinigten Häuserpreisindex, weil sich der Mix der verkauften Objekte jedes Jahr verschiebt2. Welche Indizes und Register es daneben gibt, ordnet der Beitrag über Immobilienpreisspiegel, Häuserpreisindex und BORIS.
Wie weit liegt der Bezirksdurchschnitt von meinem Haus entfernt? Ein Beispiel aus Linz-Land
Ein Beispiel mit erfundenem Haus und ausschließlich amtlichen Tabellenwerten. Das Haus steht in Ansfelden im Bezirk Linz-Land, Grundstück 750 m², Wohnfläche 130 m², Baujahr 1978. Erster Schritt ist die Grundstückskategorie: Für Linz-Land gilt Kategorie A unter 610 m², B von 610 bis 840 m², C darüber, das Haus fällt also in B1. Zweiter Schritt ist die Zelle der Häusertabelle 2025 für Oberösterreich: Kategorie B, Bauperiode 1961 bis 1990, Wohnfläche 110 bis 150 m², Wert 3.279 Euro je Quadratmeter1. Dritter Schritt: 130 mal 3.279 ergibt rund 426.000 Euro. So viel kostete ein durchschnittliches Haus dieser Art im Bezirk, auf das Preisniveau 2025 gerechnet.
| Variante desselben Hauses | Zelle der Häusertabelle Linz-Land 2025 | Euro je m²1 | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Ausgangsfall: 750 m² Grund, 130 m², Baujahr 1978 | Kategorie B, 1961 bis 1990, 110 bis 150 m² | 3.279 | 130 × 3.279 | ≈ 426.000 € |
| Baujahr 1958 statt 1978 | Kategorie B, bis 1960, 110 bis 150 m² | 3.130 | 130 × 3.130 | ≈ 407.000 € |
| Baujahr 1995 statt 1978 | Kategorie B, ab 1991, 110 bis 150 m² | 4.014 | 130 × 4.014 | ≈ 522.000 € |
| 160 m² Wohnfläche statt 130 | Kategorie B, 1961 bis 1990, über 150 m² | 2.427 | 160 × 2.427 | ≈ 388.000 € |
| 900 m² Grund statt 750 | Kategorie C, 1961 bis 1990, 110 bis 150 m² | 3.429 | 130 × 3.429 | ≈ 446.000 € |
Fünf Häuser, die auf jeder Karte dieselbe Farbe hätten, liegen in der Tabelle zwischen 388.000 und 522.000 Euro. Über alle 27 Zellen des Bezirks reicht die Spanne von 1.984 bis 5.604 Euro je Quadratmeter1, während die Landeskarte für Oberösterreich einen Median von 2.905 Euro zeigt2. Und die Tabelle weiß noch nichts von dem, was den Preis in der Gasse entscheidet: Zustand, Energieklasse, Dach, Heizung, Lärm der Westbahn oder der Autobahn, Hanglage, Nachbarbebauung. Allein die fünf Varianten liegen deshalb zwischen 9 Prozent unter und 22 Prozent über dem Ausgangsfall, bevor irgendein Merkmal des konkreten Hauses dazukommt. Was von diesen Merkmalen wie viel bewegt, zeigt der Beitrag über Wertsteigerung und Wertminderung einer Immobilie; warum der Quadratmeterpreis allein in die Irre führt, der Beitrag zum Quadratmeterpreis berechnen.
Ich habe oft erlebt, dass Eigentümer mit einem Kartenwert zu mir kamen und enttäuscht waren, wenn die Kaufverträge aus ihrer Straße etwas anderes sagten. Die Karte hatte nicht gelogen, sie hatte nur den Bezirk gemeint. Seit ich beides nebeneinander lege, verstehen die Leute sofort, warum ihr Haus eine eigene Zahl braucht.
Sind Portal-Heatmaps Angebots- oder Kaufpreise?
Die bunten Karten der Portale entstehen aus Inseraten. Ein Algorithmus legt ein Raster über die Stadt, nimmt die Quadratmeterpreise der aktuellen und abgelaufenen Anzeigen in jeder Zelle und färbt sie ein. Das Ergebnis ist eine Karte der Wünsche: Der Angebotspreis ist das, was ein Verkäufer verlangt, nicht das, was ein Käufer unterschrieben hat. Dazu kommt das Geschäftsmodell: Die Heatmap ist auf vielen Plattformen der Einstieg in ein Formular, das Ihre Adresse und Telefonnummer an einen Makler weitergibt; die Farbe ist der Köder, die Kontaktdaten sind das Produkt.
Woran Sie den Unterschied erkennen, zeigt eine amtliche Stelle, die selbst mit Inseraten arbeitet und das offen sagt. Das deutsche Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung speist seine Kreisdaten zu Angebotsmieten aus den Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen und schreibt dazu, dass die Werte das Angebot widerspiegeln, auf das Wohnungssuchende im Internet treffen, und dass sich bestehende Mietverhältnisse damit nicht darstellen lassen; im Bundesdurchschnitt lag die Angebotsmiete 2025 bei 11,11 Euro je Quadratmeter9. Genau diese Sätze fehlen bei Heatmaps, die Kaufpreise suggerieren. Prüfen Sie deshalb vier Dinge in der Legende: Steht dort Angebot oder Kauf? Ist der Herausgeber der Daten genannt? Welcher Zeitraum liegt zugrunde? Und wie viele Fälle stecken in der Zelle? Der Kanton Zürich etwa zeigt für eine Gemeinde keinen Preis, wenn das Grundbuchamt weniger als 15 Verkäufe registriert hat7; eine Portalkarte färbt auch eine Zelle mit zwei Inseraten satt ein. Wie sich automatische Schätzungen auf Inseratsbasis im Vergleich schlagen, behandelt der Beitrag zur Genauigkeit der Online-Immobilienbewertung.
Warum die deutsche Karte den Boden zeigt und nicht das Haus
In Deutschland heißt die amtliche Preiskarte BORIS, und sie zeigt Bodenrichtwerte: durchschnittliche Lagewerte für den Boden, die die Gutachterausschüsse nach § 196 BauGB aus ihrer Kaufpreissammlung flächendeckend ermitteln, gegliedert in Richtwertzonen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmen; die Werte sind zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres neu zu bestimmen, wenn nicht eine häufigere Ermittlung vorgesehen ist, sie werden veröffentlicht und elektronisch an die Finanzbehörden übermittelt, und jedermann kann bei der Geschäftsstelle Auskunft verlangen5. BORIS-D bündelt diese Werte als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Bundesländer länderübergreifend auf einer Karte, leicht zugänglich für die breite Öffentlichkeit und als Ergänzung zu den amtlichen Portalen der Länder4. Wer dort seine Adresse eingibt, sieht den Quadratmeterpreis des Grundes, als wäre das Grundstück unbebaut. Das Haus darauf kommt in dieser Zahl nicht vor.
Einen Schritt weiter geht Nordrhein-Westfalen. Die Gutachterausschüsse dort veröffentlichen Immobilienrichtwerte: georeferenzierte, auf einer Kartengrundlage dargestellte durchschnittliche Lagewerte für ein für die Lage typisches Normobjekt, in Euro je Quadratmeter Wohnfläche, für Eigentumswohnungen seit dem 1. Januar 2021 und für Ein- und Zweifamilienhäuser seit dem 1. Januar 2022, jährlich neu beschlossen und kostenfrei in BORIS.NRW abrufbar6. Das ist die amtliche Karte, die der Frage am nächsten kommt, und selbst ihr Herausgeber schreibt dazu, dass Immobilienrichtwerte nicht unmittelbar zu Verkehrswerten führen, sondern über Koeffizienten an das konkrete Objekt angepasst werden müssen6.
Ein Bodenrichtwert oder Immobilienrichtwert ist ein Zonenwert für ein gedachtes Normobjekt. Wer ihn ungeprüft in einen Kaufvertrag, eine Erbteilung oder eine Steuererklärung übernimmt, bewertet die Zone, nicht das Haus; Abweichungen bei Grundstücksform, Erschließung, Bauzustand und Baurecht sind gesondert zu berücksichtigen6. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Gibt es in der Schweiz eine Karte mit Hauspreisen je Gemeinde?
Auf Bundesebene nein. Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht den Wohnimmobilienpreisindex IMPI, der im 2. Quartal 2026 mit 127,7 Punkten (Basis 4. Quartal 2019) um 0,7 Prozent zum Vorquartal und im Jahresabstand um 3,5 Prozent zulegte; bei Einfamilienhäusern stand ein Minus von 0,4 Prozent, bei Eigentumswohnungen ein Plus von 1,6 Prozent, am stärksten stiegen die Preise in städtischen Gemeinden einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration mit 1,8 Prozent, ländliche Gemeinden blieben stabil8. Das ist eine Richtung, kein Niveau, und keine Karte.
Einzelne Kantone füllen die Lücke aus dem Grundbuch, allerdings als Tabelle, nicht als Karte. Das Statistische Amt des Kantons Zürich veröffentlicht eine Gemeindetabelle, keine Preiskarte: Sie nennt für jede Zürcher Gemeinde, was dort für Wohneigentum bezahlt wird, mit dem Bezirk und der Raumplanungsregion zum Vergleich; Datengrundlage sind die beim Grundbuchamt registrierten Preise, unabhängig von der Größe der gehandelten Immobilie7. Von den knapp 120.000 Einfamilienhäusern im Kanton wurden im Vorjahr rund 2.200 verkauft, der mittlere Preis liegt aktuell bei 1,6 Millionen Franken, 45 Prozent mehr als zehn Jahre davor; für eine Eigentumswohnung lag der mittlere Preis im Jahr 2025 bei 1,2 Millionen Franken, mehr als 35 Prozent über dem Stand von vor zehn Jahren7. Das Amt warnt selbst vor der Falle solcher Mittelwerte: Werden in einem Jahr zufällig viele große Objekte verkauft und im nächsten viele kleine, sinkt der ausgewiesene Preis, obwohl der Markt steigt7. Eine Gemeindetabelle aus Grundbuchpreisen ist damit die ehrlichste der drei Länder, und sie sagt selbst, dass sie den Wert eines bestimmten Hauses nicht kennt.
Was zeigt CheckValue auf der Karte zur Adresse?
Der Bewertungsbericht beginnt dort, wo die Preiskarten enden: bei der Adresse. Er legt das Grundstück auf das amtliche Orthofoto und das Satellitenbild, blendet die Hochwasser- und Lärmkarten der Behörden für diese Lage ein und stellt den Bezirksdurchschnitt neben den Punktwert und die Spanne für das Haus. Der Punktwert kommt aus Vergleichskäufen in der Umgebung, dem amtlichen Preisindex für den Zeitversatz und den Zu- und Abschlägen für Alter, Zustand, Energieklasse und Stellplatz, jeweils mit Koeffizient und Quellenverweis, damit der Abstand zwischen Karte und Haus nicht behauptet, sondern Zeile für Zeile belegt wird. Die kostenlose Vorschau Ihres Berichts zeigt den Aufbau am Bildschirm, bevor Sie etwas bezahlen.
Ebenso klar ist, was der Bericht nicht ist: kein Gutachten, kein Ersatz, wo das Gesetz einen Sachverständigen verlangt, und keine Karte mit Kaufverträgen für fremde Adressen. Er ordnet die amtlichen Quellen für Ihre Adresse und legt offen, welche er verwendet hat; die vollständige Quellenliste für eine österreichische Adresse zeigt der Musterbericht Wien.
Von der Karte zum Wert Ihres Hauses: fünf Schritte
- Zelle statt Farbe lesen. Laden Sie die Häuser- oder Wohnungstabelle Ihres Bundeslands von der Seite der Immobilien-Durchschnittspreise, bestimmen Sie Grundstückskategorie, Bauperiode und Wohnflächenklasse und multiplizieren Sie den Zellenwert mit Ihrer Wohnfläche1. Das ist der Bezirksdurchschnitt für Häuser wie Ihres, nicht Ihr Haus.
- Kaufverträge der Nachbarschaft holen. Drei bis fünf Verkäufe aus derselben Siedlung in den letzten zwei Jahren schlagen jede Karte. Woher sie kommen und wie Sie Flächen und Nebenabreden bereinigen, steht im Beitrag über Vergleichskäufe aus dem Grundbuch.
- Zeitversatz mit dem Index schließen. Kaufverträge von 2023 sind 2026 nicht mehr aktuell; Statistik Austria empfiehlt für die Fortschreibung den qualitätsbereinigten Index statt der Durchschnittspreise2.
- Zu- und Abschläge begründen. Zustand, Energieklasse, Garage, Lärm, Hochwasserzone: jeder Posten mit einer Quelle, nicht mit einem Gefühl. Für die Lärm- und Hochwasserschichten gibt es amtliche Karten, die Sie für Ihre Adresse abrufen können.
- Den Zweck prüfen. Für ein Inserat reicht die belegte Spanne. Für Erbschaft, Schenkung, Scheidung oder Bank gelten eigene Regeln, die bis zum Pflichtgutachten reichen; was ein Gutachten kostet und wann es verlangt wird, erklärt der Beitrag zu Kosten und Ablauf eines Immobiliengutachtens.
Wer die Karte als Rahmen nimmt, erkennt ein überzogenes Inserat auf den ersten Blick; wer sie als Ergebnis nimmt, verkauft ein Haus zum Preis eines Bezirks. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Häufige Fragen
Welche Preiskarten gibt es für Österreich, Deutschland und die Schweiz?
Österreich: die Immobilien-Durchschnittspreise von Statistik Austria im STATatlas, je Bezirk für Häuser und Wohnungen und je Gemeinde für Baugrund, dazu der Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer als Bezirkstabelle. Deutschland: BORIS-D mit den Bodenrichtwerten der Gutachterausschüsse und, in Nordrhein-Westfalen, Immobilienrichtwerte für Wohnungen und Häuser in BORIS.NRW. Schweiz: der Kanton Zürich veröffentlicht Grundbuchpreise je Gemeinde; der Bund kennt nur den Index IMPI, keine Preiskarte.
Wie weit liegt der Bezirksdurchschnitt von meinem Haus entfernt?
Oft weit: In Linz-Land reichen die Zellenwerte der Häusertabelle 2025 von 1.984 bis 5.604 Euro je Quadratmeter, also um den Faktor 2,8 auseinander, während die Landeskarte für Oberösterreich einen Median von 2.905 Euro zeigt. Gegliedert sind die Zellen nach Grundstücksgröße, Wohnfläche und Bauperiode; die Karte zeigt davon einen einzigen Wert. Ein konkretes Haus liegt in einer der 27 Zellen dieser Tabelle und weicht wegen Zustand, Energieklasse, Straße und Lärm nochmals davon ab.
Was zeigt CheckValue auf der Karte zur Adresse?
Das Grundstück auf dem amtlichen Orthofoto und im Satellitenbild, die Hochwasser- und Lärmkarten der Behörden für genau diese Lage und daneben den Bezirksdurchschnitt neben dem Punktwert und der Spanne für das Haus, berechnet aus Vergleichskäufen, dem amtlichen Preisindex und den Anpassungen für Baujahr, Zustand und Ausstattung. Jede Zahl trägt eine Quellennummer. Der Bericht ist eine Orientierung, kein Gutachten.
Sind Portal-Heatmaps Angebots- oder Kaufpreise?
Fast immer Angebotspreise aus Inseraten, also Wünsche der Verkäufer, keine Abschlüsse. Seriöse Herausgeber schreiben das dazu: Das deutsche Bundesinstitut BBSR nennt für seine Angebotsmieten Inserate aus über 120 Portalen und Zeitungen als Quelle und erklärt, dass die Werte das Angebot zeigen, auf das Suchende treffen. Die amtlichen Preisangaben in Österreich, in Zürich und bei den Gutachterausschüssen beruhen dagegen auf Kaufverträgen aus dem Grundbuch.
Was ist mein Haus wert laut Karte, und reicht das für den Verkauf?
Die Karte liefert den Rahmen, nicht den Preis. Multiplizieren Sie den Tabellenwert Ihrer Zelle (Grundstückskategorie, Bauperiode, Wohnflächenklasse) mit Ihrer Wohnfläche, und Sie haben den Bezirksdurchschnitt für Häuser wie Ihres. Für den Angebotspreis brauchen Sie zusätzlich die Kaufverträge aus der Nachbarschaft, den Index für den Zeitversatz und die Zu- oder Abschläge für den Zustand. Wo das Gesetz ein Gutachten verlangt, ersetzt keine Karte den Sachverständigen.
Wo finde ich die Immobilienpreiskarte von Statistik Austria?
Auf der Seite Immobilien-Durchschnittspreise von Statistik Austria ist die Karte als STATatlas eingebettet, dazu liegen dort die Tabellen für Häuser, Wohnungen und Baugrundstücke als .ods-Dateien und die Pressemitteilung mit den Medianpreisen je Bundesland. Die Karte zeigt die Ausgabe 2025, erstellt am 28. Mai 2026 aus den Kaufverträgen der Jahre 2021 bis 2025, auf das Preisniveau 2025 angepasst.
Zeigt eine Karte den Wert meines Grundstücks?
Für den Boden ja, für Haus plus Boden nein. In Deutschland zeigt BORIS-D den Bodenrichtwert je Richtwertzone, den die Gutachterausschüsse nach § 196 BauGB aus ihrer Kaufpreissammlung ableiten; jedermann kann Auskunft verlangen. In Österreich nennt Statistik Austria Durchschnittspreise für bebaubare Grundstücke je Gemeinde, 2025 im Mittel 135 Euro je Quadratmeter, mit Spitzen über 2.700 Euro in Reith bei Kitzbühel und Tiefstwerten um 21 Euro im Bezirk Jennersdorf.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Zahlen und Regeln tragen das Jahr ihrer Veröffentlichung; die aktuelle Fassung finden Sie in der zitierten Quelle.
Quellen
- 1statisticsImmobilien-Durchschnittspreise: Häuser-, Wohnungs- und Baugrundstückspreise 2025 nach Bezirken und Gemeinden, mit eingebetteter STATatlas-KarteStatistik Austria · 2026Ergebnisse je Bezirk für Häuser und Wohnungen in neun Größenklassen, je Gemeinde für Baugrund; Fünfjahresfenster mit Regressionsmodell; Verwendung nach der Grundstückswertverordnung als Grundlage der Grunderwerbsteuer bei unentgeltlichem Erwerb; die Seite bettet die Karte Immobilien-Durchschnittspreise aus dem STATatlas ein und verlinkt die Tabellen (.ods). Tabelle Häuserpreise 2025, Blatt Oberösterreich, erstellt am 28. Mai 2026, Datenbasis 2021 bis 2025, geometrische Mittel, an das Preisniveau 2025 angepasst: Linz-Land Grundstückskategorien unter 610 m², 610 bis 840 m², über 840 m²; Kategorie B, Bauperiode 1961 bis 1990, Wohnfläche 110 bis 150 m²: 3.279 Euro je m²; weitere Zellen Kategorie B: bis 1960 und 110 bis 150 m² 3.130 Euro, ab 1991 und 110 bis 150 m² 4.014 Euro, 1961 bis 1990 und über 150 m² 2.427 Euro, Minimum 2.317 und Maximum 4.957 Euro; Kategorie C, 1961 bis 1990, 110 bis 150 m²: 3.429 Euro; Spanne aller Linz-Land-Zellen 1.984 bis 5.604 Euro.statistik.at ↗
- 2statisticsDurchschnittliche Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen (Pressemitteilung 14 186-105/26 vom 28. Mai 2026)Statistik Austria · 2026Medianpreise 2025 je m² Wohnfläche: Häuser 2.836 Euro (Wien 5.376, Vorarlberg 5.077, Tirol 4.828, Salzburg 4.766, Oberösterreich 2.905, Niederösterreich 2.653, Kärnten 2.609, Steiermark 2.421, Burgenland 1.889), Wohnungen 4.162 Euro; Baugrund 135 Euro je m² Grundfläche im geometrischen Mittel, Reith bei Kitzbühel 2.742 Euro, Zwettl 26 Euro, Jennersdorf 21 Euro, Tulln 238 Euro; Häuser rund 60 Euro und Wohnungen rund 200 Euro unter 2022; Datenbasis: von privaten Haushalten gezahlte Transaktionspreise aus den im Grundbuch gespeicherten Kaufverträgen, Freundschaftspreise nach Möglichkeit ausgeschlossen, Fünfjahresfenster 2021 bis 2025 per Regressionsmodell (Wohnfläche, Grundfläche, Bauperiode, Lage) valorisiert, geometrisches Mittel gegen wenige hochpreisige Transaktionen; Hinweis, dass die aktuellen Durchschnittspreise auch in den interaktiven Karten und Diagrammen des STATatlas stehen und dass für Zeitvergleiche ein qualitätsbereinigter Index besser geeignet ist.statistik.at ↗
- 3statisticsImmobilienpreisspiegel 2026: Durchschnittspreise auf Bezirksebene in acht ObjektkategorienWirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder · 202637. Ausgabe, veröffentlicht am 23. März 2026; durchschnittliche Immobilienpreise für ganz Österreich auf Bezirksebene, mehr als 11.000 Einzelwerte plus Vorjahreswerte in acht Objektkategorien; Auswertung durch ZT datenforum eGen, die Methodik der Bezirkswerte ist auf der Seite nicht ausgewiesen; aus den österreichweiten Kaufverträgen wurden in der Ausgabe 2026 zum sechsten Mal Bandbreiten für Grünland bzw. landwirtschaftliche Nutzflächen ausgewertet; Buch 59 Euro netto, für WKO-Mitglieder 49 Euro; Online-Version als Plattform ImmoMarktAnalyse.wko.at ↗
- 4officialBORIS-D: Bodenrichtwertinformationssystem für DeutschlandGemeinschaftsprojekt mehrerer Bundesländer, Information und Technik Nordrhein-Westfalen · 2026Gemeinschaftsprojekt mehrerer Bundesländer, das die Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte länderübergreifend einheitlich und webbasiert auf einer Karte bereitstellt, leicht zugänglich für die breite Öffentlichkeit und als Ergänzung zu den amtlichen Portalen der Länder.bodenrichtwerte-boris.de ↗
- 5law§ 196 BauGB: BodenrichtwerteBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2026Auf Grund der Kaufpreissammlung sind flächendeckend durchschnittliche Lagewerte für den Boden zu ermitteln; Richtwertzonen umfassen Gebiete, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmen; Ermittlung zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres, wenn nicht häufiger bestimmt; Veröffentlichung und elektronische Übermittlung an die Finanzbehörden; jedermann kann von der Geschäftsstelle Auskunft über die Bodenrichtwerte verlangen.gesetze-im-internet.de ↗
- 6officialImmobilienrichtwerte: durchschnittliche Lagewerte für ein Normobjekt, abrufbar in BORIS.NRWGutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Borken · 2026Georeferenzierte, auf einer Kartengrundlage darzustellende durchschnittliche Lagewerte für Immobilien, bezogen auf ein für die Lage typisches Normobjekt, in Euro je m² Wohnfläche; Teilmärkte Eigentumswohnungen ab 1. Januar 2021 und Ein- und Zweifamilienhäuser ab 1. Januar 2022, jährlich zum 1. Januar beschlossen; kostenfrei über BORIS.NRW und den Geodatenatlas des Kreises; Immobilienrichtwerte führen nicht unmittelbar zu Verkehrswerten, Anpassung über Koeffizienten.gutachterausschuss.kreis-borken.de ↗
- 7statisticsImmobilienpreise: Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Gemeindedaten aus der HandänderungsstatistikStatistisches Amt des Kantons Zürich · 2026Etwas weniger als 120.000 Einfamilienhäuser im Kanton, rund 2.200 im Vorjahr verkauft; Einfamilienhäuser kosten heute im Mittel 1,6 Millionen Franken (45 Prozent mehr als vor zehn Jahren, ohne Jahresangabe auf der Seite), mittlerer Preis für Eigentumswohnungen im Jahr 2025 1,2 Millionen Franken (mehr als 35 Prozent); Stadt Zürich jährlich 500 bis 700 Handänderungen von Eigentumswohnungen; Gemeindetabelle mit Preisen je Gemeinde, Bezirk und Raumplanungsregion, keine Preiskarte; Datengrundlage sind die auf dem Grundbuchamt registrierten Preise unabhängig von der Größe der Immobilie, daher nur beschränkt für Zeitvergleiche geeignet; kein Preis bei weniger als 15 registrierten Verkäufen.zh.ch ↗
- 8statisticsDie Preise für Wohneigentum sind im 2. Quartal 2026 um 0,7 % gestiegen (Medienmitteilung vom 30. Juli 2026)Bundesamt für Statistik (BFS), Eidgenössisches Departement des Innern · 2026Schweizerischer Wohnimmobilienpreisindex IMPI im 2. Quartal 2026: 127,7 Punkte (4. Quartal 2019 = 100), plus 0,7 Prozent zum Vorquartal, Einfamilienhäuser minus 0,4 Prozent, Eigentumswohnungen plus 1,6 Prozent, städtische Gemeinden einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration plus 1,8 Prozent, ländliche Gemeinden stabil, plus 3,5 Prozent zum Vorjahresquartal; ein Index, keine Preiskarte.edi.admin.ch ↗
- 9statisticsWohnungsmieten: Angebotsmieten aus Inseraten in den KreisenBundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) · 2026Quelle sind die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen; die Werte spiegeln das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende im Internet treffen; Mieten aus bestehenden Mietverhältnissen lassen sich damit nicht darstellen; 2025 im Bundesdurchschnitt 11,11 Euro je m², plus 3,5 Prozent zum Vorjahr.bbsr.bund.de ↗





