Im März stand da eine Zahl, im April eine um 14.000 Euro niedrigere, Ende Mai wieder eine höhere, und am Haus hat sich nichts getan außer dem Rasenmähen. Ein Wert, der ohne Anlass wandert, taugt für keine Entscheidung: nicht für das Gespräch mit der Bank, nicht für die Erbteilung. Dieser Beitrag zeigt, woher die Bewegung kommt, wie oft sich die Daten dahinter erneuern und wie Sie eine Zahl so festhalten, dass sie in einem halben Jahr noch etwas bedeutet. Wie eine Bewertung grundsätzlich entsteht, zeigt der Leitfaden Immobilienbewertung Schritt für Schritt.
Was sich ändert, wenn die Zahl springt: das Modell, nicht das Haus
Drei Dinge können einen Immobilienwert bewegen: das Objekt, der Markt und das Rechenwerk, das beides abbildet. Am Objekt hätten Sie eine Veränderung bemerkt, eine neue Heizung, ein Dachschaden, eine Umwidmung im Nachbargrundstück. Der Markt bewegt sich, aber in Monatsschritten und für ganze Bezirke, nicht für einzelne Adressen von Montag auf Montag. Bleibt das Rechenwerk, und genau dort passiert in einer Woche am meisten.
Ein Rechner besteht aus zwei Teilen, die beide ohne Ihr Zutun wandern: aus den Daten, mit denen er arbeitet, und aus den Regeln, nach denen er sie zusammensetzt. Die Daten wachsen täglich, weil täglich inseriert wird; die Regeln ändert der Betreiber bei jedem Trainingslauf. Beides verschiebt Ihre Zahl, ohne dass irgendwo ein Haus den Besitzer gewechselt hätte. Wie diese Maschinerie arbeitet, beschreibt der Beitrag über die Arbeitsweise einer KI-Bewertung.
Die erste nützliche Frage lautet deshalb nicht „welcher Wert stimmt“, sondern „welches Datum trägt diese Zahl und welche Daten lagen ihr zugrunde“.
Wie oft sich amtliche Immobilienpreise tatsächlich erneuern
Wer wissen will, ob eine Bewegung aus dem Markt kommt, schaut nach, wann die Quellen überhaupt neue Zahlen liefern. Die Antwort ist nüchtern: selten.
| Datenquelle | Erscheint | Letzter Stand | Was sie misst |
|---|---|---|---|
| Häuserpreisindex Österreich | vierteljährlich | 2. Quartal 2026, veröffentlicht am 23.09.2026, vorläufig1 | Preisentwicklung bei Käufen privater Haushalte, aus Kaufverträgen im Grundbuch1 |
| Immobilien-Durchschnittspreise Österreich | jährlich | Zieljahr 2025, erschienen am 28.05.2026, nächste Ausgabe 28.05.20272 | Median und Durchschnitt je Bezirk in neun Größenkategorien2 |
| Häuserpreisindex Deutschland | vierteljährlich | 2. Quartal 2026, veröffentlicht am 24.09.2026, vorläufig4 | Preise für Wohnimmobilien nach Objektart und Kreistyp4 |
| Häuserpreisindex Europa | vierteljährlich | 2. Quartal 20265 | nur tatsächliche Transaktionen von Wohnimmobilien5 |
| Bodenrichtwerte Deutschland | zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres, häufiger wenn bestimmt | je Bundesland verschieden6 | durchschnittliche Lagewerte für den Boden6 |
Fünf Quellen, keine davon wöchentlich. Der österreichische Index für das 2. Quartal 2026 lag bei 105,00 Punkten und 5,1 % über dem Vorjahresquartal1, der deutsche im selben Quartal bei plus 0,6 % gegenüber dem Vorjahr und plus 0,3 % gegenüber dem Vorquartal4, der europäische bei plus 4,0 % im Euroraum und plus 4,7 % in der Union5. Die Bezirksdurchschnitte der Statistik Austria beruhen zudem auf einem Regressionsmodell, das die Transaktionen der vier Vorjahre mitnimmt und ältere Preise auf das Niveau des Zieljahres hebt2: eine Zahl, die bewusst träge ist, weil ein einzelner Verkauf einen Bezirkswert nicht verreißen soll.
Für die deutschen Bodenrichtwerte schreibt das Baugesetzbuch den Takt vor. Ermittelt werden sie zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres, sofern keine häufigere Ermittlung bestimmt ist; veröffentlicht werden sie samt elektronischer Übermittlung an die Finanzämter, und Auskunft erhält jede Person, die danach fragt6. Welche Reihen es in Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt und wo sie liegen, sammelt der Überblick über amtliche Datenquellen für Immobilienwerte.
Warum ein Rechner trotzdem jede Woche eine neue Zahl zeigt
Zwischen zwei amtlichen Veröffentlichungen liegen Wochen, in denen sich an der Grundlage nichts tut. Trotzdem bewegt sich die Anzeige, und das hat fünf Ursachen, die alle im Aufbau solcher Dienste stecken.
Inserate kommen täglich, Kaufpreise nicht. Angebotsdaten sind in großer Zahl und sofort verfügbar, beurkundete Kaufpreise brauchen Monate. Ein Modell, das vor allem aus Inseraten lernt, hört jeden Tag etwas Neues: Stellt der Nachbar seine Wohnung teuer hinein, steigt Ihre Zahl, nimmt er das Inserat zurück, fällt sie wieder. Was dieser Aufschlag mit dem erzielbaren Preis zu tun hat, prüft der Beitrag zur Genauigkeit der Online-Rechner.
Das Zeitfenster rollt. Viele Modelle verwenden Verkäufe der letzten zwölf oder vierundzwanzig Monate. Jede Woche fällt am hinteren Ende ein Objekt heraus und vorne kommt eines hinzu. In einer dünn besetzten Gegend mit vier oder fünf vergleichbaren Verkäufen im Jahr verschiebt ein einziger Wechsel das Ergebnis deutlich.
Das Modell wird neu trainiert. Nach jedem Trainingslauf sitzen die Koeffizienten für Baujahr, Fläche, Lage oder Balkon anders. Für Sie sieht das aus wie eine Marktbewegung, es ist eine Softwareaktualisierung.
Die Vergleichsobjekte werden neu gezogen. Manche Rechner wählen bei jedem Aufruf aus einem Vorrat ähnlicher Objekte aus, teils mit Zufallsanteil. Dann unterscheiden sich zwei Abfragen am selben Tag, ohne dass sich irgendetwas geändert hat.
Die Zahl ist der Köder, nicht das Produkt. Bei Rechnern, die Kontaktdaten an Maklerbüros weitergeben, ist der Wert das Werkzeug, mit dem Sie wiederkommen und ein Formular ausfüllen. Stabilität ist in diesem Geschäftsmodell kein Ziel; eine Zahl, die sich bewegt, erzeugt Anlässe zur Rückkehr. Warum am Ende solcher Formulare oft das Telefon klingelt, beschreibt der Beitrag zur kostenlosen Bewertung, die erst die Telefonnummer will.
Online-Wert über Nacht gesunken: Korrekturen, Nachmeldungen und der Weg der Daten
Manchmal ändert sich tatsächlich die Grundlage, nur anders, als es die Anzeige vermuten lässt. Auch amtliche Statistiken werden korrigiert, und sie sagen es dazu. Das Statistische Bundesamt hat das Ergebnis für das 1. Quartal 2026 nachträglich um 0,2 Prozentpunkte auf plus 1,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal gesenkt, weil Meldungen erst nach der ersten Veröffentlichung eintrafen4. Die österreichischen Quartalswerte tragen bis zur Überarbeitung den Vermerk „vorläufig“, und die Reihen vor einer Revision werden gesondert weitergeführt1. Das ist der ehrliche Umgang mit einer Korrektur: dokumentiert, begründet, im Quartalstakt.
Warum die Daten so langsam ankommen, zeigt ihr Weg. In Deutschland muss die beurkundende Stelle jeden Vertrag über die entgeltliche Übertragung von Grundstückseigentum in Abschrift dem Gutachterausschuss übersenden; auf Aufforderung kommen die Einzelheiten dazu, von den Lagemerkmalen über Baujahr, Jahr und Umfang der Modernisierung, Wohn- und Nutzfläche bis zu den Daten des Energieausweises7. In Österreich stammen die Indexdaten aus den im Grundbuch hinterlegten Kaufverträgen1. Beurkundung, Übermittlung, Erfassung, Auswertung, Veröffentlichung: Der Verkauf in Ihrer Straße von vorletzter Woche steht in keinem Datensatz, den ein Rechner heute lesen kann.
Daraus folgt eine brauchbare Regel: Bewegt sich eine Zahl über Nacht, fragen Sie nach einer veröffentlichten Korrektur mit Datum und Begründung. Gibt es keine, war es eine stille Umstellung.
Zwei verschiedene Bewertungen für dieselbe Wohnung am selben Tag
Noch verwirrender als die Bewegung über Wochen ist der Fall, in dem zwei Dienste gleichzeitig weit auseinanderliegen. Dahinter stehen drei Unterschiede.
Der erste sind die Preise, aus denen gelernt wurde: Angebote oder Abschlüsse. Der zweite ist der Schnitt der Klassen: Ein Modell rechnet je Bezirk, das nächste je Postleitzahl, und jedes zieht die Grenzen bei Fläche und Bauperiode anders. Der dritte ist Ihre eigene Eingabe. Als Anker hilft die amtliche Mitte: Der Medianpreis lag 2025 in Österreich bei 4.162 Euro je Quadratmeter für Wohnungen und bei 2.836 Euro je Quadratmeter für Wohnhäuser2. Eine Zahl weit außerhalb dieser Größenordnung braucht eine Begründung aus Ihrem Bezirk, nicht aus der Spanne eines Modells.
Oft ist es aber die Eingabe. Fragt ein Formular nach der Wohnfläche und Sie tragen die Nutzfläche samt Keller ein, landet Ihre Wohnung in einer anderen Flächenklasse. Steht in einem Feld das Jahr der Sanierung und im anderen das Baujahr, rechnen die beiden Dienste mit verschiedenen Gebäuden. Was passiert, wenn solche Angaben falsch gespeichert sind und niemand sie korrigiert, behandelt der Beitrag über falsche Hausdaten, die niemand korrigiert; warum Makler und Rechner ohnehin oft auseinanderliegen, erklärt der Beitrag zur Abweichung zwischen Online-Bewertung und Makler.
Machen Sie von jeder Bewertung einen Screenshot mit sichtbarem Datum und notieren Sie daneben jedes Feld, das Sie ausgefüllt haben, samt Einheit. Ohne dieses Protokoll lässt sich später nicht mehr klären, ob die Zahl gewandert ist oder die Eingabe.
Der Bewertungsstichtag: warum jede Zahl ein Datum braucht
Im Gutachtenwesen ist das Problem seit Jahrzehnten gelöst, und zwar durch ein Datum. Das österreichische Liegenschaftsbewertungsgesetz verlangt, bei der Beiziehung des Sachverständigen den für die Bewertung maßgeblichen Stichtag festzusetzen; das Gutachten selbst muss den Zweck, den Bewertungsstichtag, den Tag der Besichtigung mit den anwesenden Personen und die verwendeten Unterlagen nennen3. Für die Vergleichspreise gilt dasselbe Prinzip: Herangezogen werden Kaufpreise aus zeitlicher Nähe zum Stichtag, und wurden sie davor oder danach vereinbart, sind sie entsprechend den Preisschwankungen des Gebietes auf- oder abzuwerten3.
Die deutsche Immobilienwertermittlungsverordnung trennt sogar zwei Daten. Der Wertermittlung sind die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt zum Wertermittlungsstichtag und der Grundstückszustand zum Qualitätsstichtag zugrunde zu legen8. Zu den allgemeinen Wertverhältnissen gehören die Wirtschaftslage, die Verhältnisse am Kapitalmarkt und die wirtschaftliche sowie demografische Entwicklung des Gebiets8. Diese Trennung ist kein Formalismus: Bei einer Erbschaft wird der Zustand von einem Tag mit der Marktlage desselben Tags verbunden, auch wenn die Bewertung zwei Jahre später erfolgt.
Übertragen auf Ihren Fall heißt das: Eine Online-Zahl ohne Datum ist nicht falsch, sie ist unvollständig. Zwei Zahlen mit verschiedenen Stichtagen widersprechen sich nicht, sie beschreiben verschiedene Tage.
Wo ein Gericht, ein Finanzamt oder eine Bank eine Bewertung mit festgesetztem Stichtag und benannten Unterlagen verlangt, führt im gerichtlichen Verfahren das Liegenschaftsbewertungsgesetz zum Gutachten eines gerichtlich beeideten Sachverständigen3. Ein Online-Bericht, auch der von CheckValue, hat einen Stichtag, aber keine Besichtigung und keine Unterschrift eines Sachverständigen und ersetzt dort nichts. Dies ist eine allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Rechenbeispiel: wie viel darf sich ein Wert in einer Woche bewegen?
Das folgende Beispiel verwendet eine erfundene Wohnung und echte Indexwerte: eine Eigentumswohnung mit 86 m² in Wien, bewertet mit 400.000 Euro zum 1. März 2026. Die Frage ist nicht, ob diese Zahl stimmt, sondern wie weit sie sich bis zum nächsten Montag überhaupt bewegen dürfte, wenn der Markt die Ursache wäre.
Grundlage sind die Jahresveränderungen der beiden amtlichen Indizes für das 2. Quartal 2026: plus 5,1 % in Österreich1 und plus 0,6 % in Deutschland4. Gleichmäßig auf das Jahr verteilt ergibt das die folgende Bewegung auf 400.000 Euro.
| Zeitraum | Österreich, plus 5,1 % im Jahr1 | Deutschland, plus 0,6 % im Jahr4 |
|---|---|---|
| eine Woche | rund 390 Euro | rund 46 Euro |
| ein Monat | rund 1.700 Euro | rund 200 Euro |
| ein Quartal | rund 5.100 Euro | rund 600 Euro |
Die Wochenbewegung des stärkeren der beiden Märkte liegt damit bei etwa einem Tausendstel des Werts. Springt die Anzeige in derselben Woche um 14.000 Euro, entspricht das rund sechsunddreißig Wochen Marktbewegung in einer einzigen Woche. Nichts in den Quartalsdaten rechtfertigt das: Der österreichische Index bewegte sich im 2. Quartal 2026 um 5,1 % im Jahresvergleich1, der deutsche um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal4, und europaweit lag die Jahresrate bei 4,0 % im Euroraum5. Solche Sprünge kommen aus dem Modell.
Zwei Einschränkungen gehören dazu: Das sind Mittelwerte über ganze Länder, und einzelne Lagen laufen weit auseinander, in Deutschland etwa Eigentumswohnungen in den sieben Metropolen mit minus 0,4 % gegenüber den übrigen kreisfreien Großstädten mit plus 2,0 % im selben Quartal4. Indizes messen zudem keine Adressen, sondern Aggregate aus tatsächlichen Transaktionen5.
Mich hat als Eigentümer immer gestört, dass ich eine Zahl nicht wiederfinden konnte, sobald ich sie brauchte. Auf Teneriffa habe ich deshalb angefangen, jede Einschätzung mit Datum und Quelle in einen Ordner zu legen, und seither diskutiere ich über Grundlagen statt über Erinnerungen.
Was Sie tun, wenn Ihr Wert schwankt: sechs Schritte
- Datum und Eingaben festhalten. Screenshot mit sichtbarem Datum, daneben eine Liste aller Felder mit Einheit. Erst damit ist ein späterer Vergleich möglich.
- Dieselbe Abfrage wiederholen. Geben Sie nach kurzer Pause genau dieselben Werte erneut ein. Weicht das Ergebnis ab, zieht der Rechner neue Vergleichsobjekte, und Sie wissen, dass die Bewegung aus dem Werkzeug kommt.
- In Euro je Quadratmeter umrechnen. Legen Sie das Ergebnis neben den amtlichen Wert für Ihren Bezirk und Ihre Größenkategorie2. Fallen beide Zahlen weit auseinander, liegt es meist an der Flächenklasse. Welche Fallen im Quadratmeterpreis stecken, zeigt der Beitrag zum Quadratmeterpreis richtig berechnen.
- Die Zeit sauber rechnen. Ältere Vergleichspreise gehören mit dem Quartalsindex auf den Stichtag gebracht1, genau wie es das Gesetz von Sachverständigen verlangt3. Ohne diese Anpassung vergleichen Sie zwei verschiedene Jahre.
- Im Quartalstakt nachsehen, nicht im Wochentakt. Neue amtliche Grundlagen kommen vierteljährlich bei den Indizes und jährlich bei den Bezirkswerten, mit angekündigten Terminen wie dem 28. Mai 2027 für die Durchschnittspreise des Jahres 20262.
- Für Entscheidungen eine Zahl mit Stichtag verlangen. Wo Geld, Steuer oder eine Teilung daran hängt, braucht es Stichtag, Unterlagen und Herleitung3; welche Zahl wofür gilt, sortiert der Beitrag zu Verkehrswert, Marktwert und Beleihungswert.
Was der CheckValue-Bericht gegen schwankende Werte leistet und was nicht
Drei Eigenschaften des Berichts gehören zu dieser Frage. Er wird einmal für ein Datum gerechnet, aus den Angaben, die Sie vorher bestätigt haben, und aus den amtlichen Daten, die an diesem Tag veröffentlicht sind; das Datum steht im Bericht. Er bleibt im Konto gespeichert, auf der Website und in der App, sodass Sie ihn Monate später wieder öffnen und Zeile für Zeile mit einem neueren vergleichen können, statt sich an eine Zahl zu erinnern. Und er ist wiederholbar: Vor der Anzeige durchläuft jede Bewertung zwei voneinander unabhängige Rechenwege, einen Abgleich mit einem Register schon gerechneter Ergebnisse zu dieser Adresse und eine Plausibilitätskontrolle. Tippen Sie morgen dieselben Felder ein, erhalten Sie dieselbe Zahl; probieren Sie es aus.
Die Grenzen gehören dazu. Niemand betritt das Objekt, der Innenzustand kommt allein aus Ihrem Formular und Ihren Fotos, und ein beeideter Sachverständiger unterschreibt hier nichts3. Eine Treffergenauigkeit in Prozent nennt der Bericht nicht. Haltbar ist er außerdem nur für seinen Stichtag: Mit dem Index des nächsten Quartals fällt das Ergebnis anders aus, und der Bericht nennt den verwendeten Index und die Quellen, auf denen er beruht. Wie der Aufbau aussieht, sehen Sie in der kostenlosen Vorschau für Ihre Adresse; wo die Methode endet, steht auf der Seite zu Genauigkeit und Grenzen.
Häufige Fragen
Warum springt der Wert meiner Immobilie online von Woche zu Woche?
Weil das Modell neu rechnet, nicht weil Ihr Haus anders geworden ist. Rechner nehmen laufend frische Inserate auf, verschieben ihr Zeitfenster für Vergleichsobjekte und werden von Zeit zu Zeit neu trainiert. Die amtlichen Preisdaten dahinter bewegen sich viel langsamer: Der österreichische Häuserpreisindex erscheint vierteljährlich, die Durchschnittspreise je Bezirk einmal im Jahr. Fragen Sie nach dem Stichtag und nach der Liste der Vergleichsobjekte, dann sehen Sie, was sich geändert hat.
Warum zeigt derselbe Rechner für dieselbe Wohnung jedes Mal einen anderen Wert?
Meist aus zwei Gründen. Erstens zieht er bei jedem Aufruf andere Vergleichsobjekte aus seinem Bestand, und schon ein getauschter Verkauf verschiebt das Ergebnis um einige Tausend Euro. Zweitens haben Sie ein Feld anders ausgefüllt als beim ersten Versuch, etwa Nutzfläche statt Wohnfläche oder das Sanierungsjahr statt des Baujahrs. Notieren Sie alle Eingaben, warten Sie zehn Minuten und geben Sie genau dieselben Werte noch einmal ein.
Warum ist der Online-Wert über Nacht gesunken, obwohl sich nichts geändert hat?
Entweder hat der Betreiber seine Datenbasis erneuert, oder eine Statistik hinter dem Modell wurde korrigiert. Solche Korrekturen sind normal, bei amtlichen Stellen werden sie offengelegt: Das Statistische Bundesamt senkte den Wert für das 1. Quartal 2026 nachträglich um 0,2 Prozentpunkte auf plus 1,2 Prozent, weil Meldungen erst später eintrafen. Ein Rechner ohne Änderungsprotokoll sagt Ihnen dazu nichts.
Warum gibt es zwei verschiedene Bewertungen für dieselbe Wohnung?
Weil zwei Modelle mit verschiedenen Preisen gelernt haben, ihre Klassen für Bezirk, Baujahr und Fläche anders schneiden und Ihre Angaben anders einordnen. Der Median für Wohnungen in Österreich lag 2025 bei 4.162 Euro je Quadratmeter, Ihr Bezirk und Ihre Flächenklasse liegen darüber oder darunter. Verlangen Sie von jeder Zahl die Vergleichsobjekte, den Stichtag und eine Spanne, dann wird die Abweichung erklärbar.
Wie oft ändern sich die amtlichen Immobilienpreise wirklich?
Vierteljährlich bei den Preisindizes, jährlich bei den Bezirksdurchschnitten, zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres bei den deutschen Bodenrichtwerten, sofern keine häufigere Ermittlung bestimmt ist. Der österreichische Häuserpreisindex für das 2. Quartal 2026 erschien am 23. September 2026, die Durchschnittspreise für 2025 am 28. Mai 2026. Zwischen zwei Veröffentlichungen entsteht keine neue amtliche Grundlage für Ihre Adresse.
Was ist ein Bewertungsstichtag und warum braucht jede Zahl einen?
Der Stichtag ist das Datum, auf das sich eine Bewertung bezieht. Das Liegenschaftsbewertungsgesetz verlangt, ihn vor der Begutachtung festzusetzen, und das Gutachten muss ihn samt Besichtigungstag und verwendeten Unterlagen nennen. Die deutsche Immobilienwertermittlungsverordnung trennt sogar zwei Daten: die Marktlage zum Wertermittlungsstichtag und den Zustand des Objekts zum Qualitätsstichtag. Ohne Datum ist eine Zahl weder prüfbar noch vergleichbar.
Liefert CheckValue für dieselbe Adresse denselben Wert?
Ja, solange Ihre Angaben gleich bleiben. Der Bericht wird für ein Datum gerechnet, zweimal unabhängig durchgerechnet, gegen ein Register früherer Ergebnisse gehalten und im Konto gespeichert, sodass Sie ihn Monate später wieder aufrufen können. Ändern Sie eine Angabe oder rechnen Sie ein Quartal später mit neuem Index, kommt eine andere Zahl heraus, und der Bericht nennt die Datengrundlage, mit der gerechnet wurde.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Zahlen und Regeln tragen das Jahr ihrer Veröffentlichung; die aktuelle Fassung finden Sie in der zitierten Quelle.
Quellen
- 1statisticsHäuserpreisindex und OOH PI, 2. Quartal 2026Statistik Austria · 2026Vierteljährliche Veröffentlichung; der vorläufige Index für das 2. Quartal 2026 (Basis 2025) wurde am 23.09.2026 veröffentlicht und liegt bei 105,00 Punkten, plus 5,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal, bestehender Wohnraum ebenfalls plus 5,1 %. Der Index erfasst Käufe privater Haushalte, die Daten stammen aus den im Grundbuch hinterlegten Kaufverträgen; frühere Reihen werden gesondert als Stand vor der Revision geführt.statistik.at ↗
- 2statisticsImmobilien-Durchschnittspreise 2025 (Häuser, Wohnungen und Baugrundstücke auf Bezirksebene)Statistik Austria · 2026Jährliche Veröffentlichung: Zieljahr 2025 erschienen am 28.05.2026, die nächste Ausgabe ist im Veröffentlichungskalender für den 28.05.2027 angekündigt. Medianpreise 2025 österreichweit: 2.836 Euro je m² für Wohnhäuser, 4.162 Euro je m² für Wohnungen. Methode: Zur Berechnung der Werte des Zieljahres werden auch die Transaktionen der vier Vorjahre berücksichtigt, ein Regressionsmodell valorisiert die Preise der Vorjahre unter Berücksichtigung von Wohnflächen, Grundflächen, Bauperioden und Lage; Ausweis auf Bezirksebene in neun Größenkategorien.statistik.at ↗
- 3lawLiegenschaftsbewertungsgesetz (LBG), Bundesrecht konsolidiertRIS, Bundeskanzleramt Österreich · 2026§ 4 Abs. 2: Zum Vergleich sind Kaufpreise heranzuziehen, die in zeitlicher Nähe zum Bewertungsstichtag in vergleichbaren Gebieten erzielt wurden; vor oder nach dem Stichtag vereinbarte Preise sind entsprechend den Preisschwankungen des Gebietes auf- oder abzuwerten. § 8 Abs. 2: Bei der Beiziehung des Sachverständigen ist der für die Bewertung maßgebliche Stichtag festzusetzen. § 9 Abs. 1 Z 1: Das Bewertungsgutachten hat den Zweck, den Bewertungsstichtag, den Tag der Besichtigung samt anwesenden Personen und die verwendeten Unterlagen zu enthalten.ris.bka.gv.at ↗
- 4statisticsPreise für Wohnimmobilien im 2. Quartal 2026: plus 0,6 % zum Vorjahresquartal (Pressemitteilung Nr. 336 vom 24.09.2026)Statistisches Bundesamt (Destatis) · 2026Vierteljährliche Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse: 2. Quartal 2026 plus 0,6 % zum Vorjahresquartal und plus 0,3 % zum Vorquartal; Eigentumswohnungen in den sieben Metropolen minus 0,4 %, in den übrigen kreisfreien Großstädten plus 2,0 %, in dicht besiedelten ländlichen Kreisen minus 1,8 % bei Wohnungen und plus 1,0 % bei Häusern. Das Ergebnis für das 1. Quartal 2026 wurde nachträglich um 0,2 Prozentpunkte auf plus 1,2 % gesenkt, um nachträgliche Meldungen zu berücksichtigen.destatis.de ↗
- 5statisticsHousing price statistics: house price index (Statistics Explained)Eurostat, Europäische Kommission · 2026Der europäische Häuserpreisindex wird vierteljährlich zusammengestellt und erfasst nur tatsächliche Transaktionen von Wohnimmobilien privater Haushalte, Neubau und Bestand. Im 2. Quartal 2026 lagen die Preise im Euroraum um 4,0 % und in der Europäischen Union um 4,7 % über dem 2. Quartal 2025.ec.europa.eu ↗
- 6law§ 196 Baugesetzbuch (BauGB): BodenrichtwerteBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2026§ 196 Abs. 1 Satz 5: „Die Bodenrichtwerte sind jeweils zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres zu ermitteln, wenn nicht eine häufigere Ermittlung bestimmt ist.“ Nach Abs. 3 sind sie zu veröffentlichen und den Finanzämtern elektronisch zu übermitteln; jedermann kann von der Geschäftsstelle Auskunft über die Bodenrichtwerte verlangen.gesetze-im-internet.de ↗
- 7law§ 195 Baugesetzbuch (BauGB): KaufpreissammlungBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2026Jeder Vertrag über die entgeltliche Übertragung von Grundstückseigentum ist von der beurkundenden Stelle in Abschrift dem Gutachterausschuss zu übersenden; auf Aufforderung sind die erforderlichen Daten mitzuteilen, darunter Lagemerkmale, Baujahr sowie Jahr und Umfang durchgeführter Modernisierungen, Wohn- und Nutzfläche, Ausstattung und die Daten des Energieausweises.gesetze-im-internet.de ↗
- 8law§ 2 Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV): Wertermittlungsstichtag und QualitätsstichtagBundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · 2026Abs. 1: Der Wertermittlung sind die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt zum Wertermittlungsstichtag und der Grundstückszustand zum Qualitätsstichtag zugrunde zu legen. Abs. 2: Die allgemeinen Wertverhältnisse richten sich nach der Gesamtheit der am Wertermittlungsstichtag maßgebenden Umstände, etwa der allgemeinen Wirtschaftssituation, den Verhältnissen am Kapitalmarkt und der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung des Gebiets.gesetze-im-internet.de ↗





